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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 15:48 Uhr

Landesgartenschau: Im Prinzip ja, aber...

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lebhafte Diskussionen bei der OHA-Veranstaltung zur Eutiner Stadtentwicklung

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2014 | 15:07 Uhr

Die Landesgartenschau 2016 wird im Grundsatz stark befürwortet, stößt in Detailfragen aber noch auf viel Skepsis in Eutin. Das wurde am Mittwochabend in der Informationsveranstaltung unserer Zeitung deutlich, an der in der Aula der Voß-Schule mehr als 200 Bürger regen Anteil nahmen.

„Ich finde das Projekt Landesgartenschau ganz toll. Aber wir Gewerbetreibenden am Rosengarten haben die Sorge, dass wir bei der bisherigen Veranstaltungsplanung zu kurz kommen“, brachte Dieter Schönke die vielfältige „Ja, aber“-Stimmung auf den Punkt.

In der lebhaften Diskussion zwischen vom OHA eingeladenen Experten auf dem Podium und dem Publikum spielte die Finanzierung der Landesgartenschau eine Hauptrolle. Mehrfach wurde die Befürchtung laut, dass der Stadt eine Pleite drohe, für die hinterher niemand verantwortlich sein wolle.

„Das Risiko ist überschaubar. Eutin und die gesamte Region werden touristisch in jedem Fall gewinnen“, hielt Kreisbaudezernent Bernd Straßburger dagegen. Hanns-Jürgen Redecker, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes Landschafts- und Gartenbau, prophezeite aufgrund seiner Erfahrungen nicht nur das termingerechte Fertigwerden aller Vorbereitungen, sondern auch eine positive Bilanz: „Die Identifizierung mit der Stadt wird enorm zunehmen.“

Die Herrichtung der Ausstellungsflächen und die Kosten für die sechsmonatige Veranstaltung werden bisher von der Landesgartenschau GmbH (LGS) mit rund sieben Millionen Euro kalkuliert; dieser Aufwand soll durch die Einnahmen aus Eintrittskarten, Sponsoring und Standgeldern gedeckt werden. Was aber, wenn schlechtes Wetter oder Pannen das LGS-Geschäft verderben? „Dann wird die Stadt das Minus tragen müssen“, räumte LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt ein. Der LGS-Etat sei aber sehr sparsam kalkuliert.

Wasser in den Wein goss Regine Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft. Sie hätte sich die LGS zweigeteilt, in einem Nord- und Südteil, vorgestellt. „Dann hätte man sich auch die Zaun-Problematik sparen und die Besucher stärker in die Innenstadt lenken können“, sagte Jepp, und ein Großteil des Publikums klatschte Beifall. Seite 4 und 5

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