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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 23:22 Uhr

Eutin : Land steht zum Schloss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kultur-Staatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer reagiert empört auf Gerüchte über einen Rückzug des Landes aus der Schloss-Finanzierung.

„Diese Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage und sind völliger Unsinn!“ Entschieden wischte gestern Kultur-Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer in Eutin umlaufende Mutmaßungen vom Tisch, wonach im künftigen Gesetz für die Stiftung Schloß Eutin insgeheim die Auflösung der Stiftung und Reprivatisierung des Schlosses angelegt seien.

Diese Befürchtung hat Helmuth Vitt, ehemaliger Kreisvolkswirtschaftsdirektor, öffentlich geäußert. Ihn mache die vorgesehene „Ermächtigung“ des Stiftungsrats misstrauisch, womöglich ohne Mitwirkung des Landtages die Selbstauflösung der Stiftung zu beschließen. Vitt: „Diese zunächst unauffällig erscheinende Bestimmung wäre sicherlich nicht in den Gesetzentwurf aufgenommen worden, wenn das Kultusministerium sie nicht ernsthaft in Erwägung ziehen würde.“ Denn das Land müsse sparen, so dass bei einer Auflösung der Stiftung zum Verbleib ihres Vermögens vieles denkbar erscheine – vom Verkauf des Schlosses an Investoren bis zu dessen touristischer Nutzung durch den Herzog von Oldenburg.

Diese Gedankenspiele seien abwegig und „empörend“, hielt Schmidt-Elsaeßer dagegen. Der Landtag werde auch nach dem im September zu beratenden Gesetz das letzte Wort über eine Auflösung der Stiftung haben. Neu sei nur, dass der Anstoß dazu nun nicht mehr nur per Satzung dem Stiftungsrat obliege. Der Staatssekretär: „In der Rechtslage bleibt alles gleich.“ Das gelte auch für die bereits 1991 vertraglich festgelegte Aufteilung des Stiftungsvermögens. Demzufolge würden Schloss und Garten ans Land fallen, das Inventar an den Herzog.

Eindeutig trat Schmidt-Elsaeßer Behauptungen entgegen, das Land plane einen Rückzug vom Schloss Eutin. Wörtlich: „Das stimmt absolut nicht. Dies ist ein besonders authentischer Ort der Landesgeschichte, dafür sehen wir uns weiter langfristig auch bei der Finanzierung in der Verantwortung. Klar ist aber auch: Mehr Geld werden wir sicher nicht geben.“

 

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erstellt am 19.Aug.2014 | 11:35 Uhr

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