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Überraschend schnelle Zusage : Land schaufelt Geld für Polizei nach Eutin

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Auf Hubertushöhe wird eine Halle für die Ausbildung der Einsatztrainer gebaut: Stärker werdende Ausbildungsjahrgänge brauchen die bisland genutzte Bahn in der Schießanlage.

Mit einer so schnellen Reaktion aus Kiel hatten die Verantwortlichen auf der Hubertushöhe sicher nicht gerechnet: Die Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei (PDAFB) bekommt eine neue Halle für die Ausbildung von Einsatztrainern. Das schätzungsweise 2,5 Millionen Euro teure Gebäude soll aus einem Sondervermögen des Landes finanziert werden.

Die Regierungskoalition wird, wie es gestern hieß, aus den Zensus-Einnahmen des Landes ein Sondervermögen für Kauf, Bau- und Sanierungsmaßnahmen von öffentlichen Liegenschaften bilden. Insgesamt 19,5 Millionen Euro sollen in diesen Topf fließen. Daraus soll unter anderem die neue Einsatztrainingshalle für die Landespolizeischule finanziert werden, sagte der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars Harms, in einer Pressemitteilung. Harms: „Damit setzen wir ein deutliches Zeichen, dass wir an einer qualitativ hochwertigen Polizeiausbildung in Schleswig-Holstein festhalten wollen und hier auch investieren.“ Der Bau einer neuen Einsatztrainingshalle werde den Standort Eutin stärken und dazu beitragen, die Attraktivität der Polizeiausbildung im hohen Norden zu stärken.

Vor fast genau zwei Monaten, am 2. August, hatte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) die Polizeidirektion besucht (wir berichteten). Dabei wurde nicht nur ein Blick auf laufenden Baumaßnahmen wie die Sanierung der von Legionellen befallenen Wasserleitungen und die Modernisierung von Unterkünften geworfen. Die Direktionsleitung hatte auch Baubedarf skizziert, der rund neun Millionen Euro kosten würde.

Ganz oben auf der Liste: Eine Einsatztrainingshalle sowie ein weiteres Unterrichtsgebäude. Der Bedarf dieser beiden Einrichtungen wurde vor allem an der Tatsache festgemacht, dass die Landespolizei in den kommenden Jahren stärkere Schülerjahrgänge ausbilden soll, damit eine absehbare Pensionierungswelle ausgeglichen wird.

Die Aus- und Fortbildung von Beamten, die im ganzen Land als Einsatztrainer tätig sind, erfolgt bislang auf einer Bahn in der Schießhalle. Diese Bahn werde aber, wie es hieß, künftig für die Schieß-Ausbildung der stärkeren Jahrgänge gebraucht.

 

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erstellt am 05.Okt.2013 | 04:00 Uhr

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