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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 16:30 Uhr

„Land in Sicht“ hat sich neu sortiert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Gute Chancen in Plön-Tweelhörsten für 45 Langzeitarbeitslose zur Integration in ersten Arbeitsmarkt / Kreis und Jobcenter geben Geld

von
erstellt am 08.Mär.2016 | 16:43 Uhr

Das Projekt „Land in Sicht“ hat sich nach dem Ausscheiden der Beschäftigungsagentur „Neuland“ neu sortiert. Gesellschafter sind jetzt die Arbeiterwohlfahrt im Kreisverband Plön, das Diakonische Werk des Kirchenkreises Plön–Segeberg und Pro Cell, ein Preetzer Beschäftigungsprojekt. Die drei Gesellschafter stellen auch die Geschäftsführer: Petra Rink (Diakonisches Werk), Martin Kastranek (Pro Cell) und Kai Bellstedt (Awo). Kostenträger sind der Kreis Plön und das Jobcenter mit Gerhard Kerssen in Plön.

Seit Ende 2009 gibt es das Projekt „Land in Sicht“. Es bietet 45 langzeitarbeitlosen Menschen und Menschen, die von Behinderung betroffen und bedroht sind eine Chance auf berufliche und persönliche Entwicklung und Stabilisierung. „Neun feste Mitarbeiter und zwei Ehrenamtler unterstützen die Teilnehmenden“, berichten Petra Rink und Martin Kastranek vor Journalisten. Zu den Mitarbeitern gehören eine Ergotherapeutin, Sozialpädagogen, Tischler, eine Köchin, eine Krankenschwester sowie eine Fachfrau aus dem Garten- und Landschaftsbau. Es gibt für die Teilnehmenden Arbeiten in der Garten- und Landschaftspflege, Küche und Hauswirtschaft, der Tischlerei, einer Kreativwerkstatt sowie einer Fahrradwerkstatt. Am Ende der Maßnahme steht die Vermittlung der Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt. „So konnte sich bei uns auch ein Suchtkranker ein Jahr lang stabilisieren und dann in eine fest Beschäftigung wechseln“, sagte Petra Rink. Doch Stabilisierung und Weiterentwicklung der Teilnehmenden könnten auch lange Prozesse sein.

„Wir bieten sinnvolle Tätigkeiten, die Chancen auf Erfolgserlebnisse, ganzheitliche, individuelle Förderung und insbesondere eine positive Gemeinschaft“, sagte Martin Kastranek. Sie seien die wesentlichen Faktoren, die eine erfolgreiche Entwicklung der Teilnehmenden, die überwiegend aus Preetz und Plön kommen, anregen. So würden Fahrräder für die Flüchtlinge in der Plöner Rautenbergstraße wieder aufgemöbelt oder auf Bitte der Initiative Schönes Plön Blumenkübel zur Verschönerung des Plöner Marktplatzes in der Tischlerei hergestellt. Dafür seien die Mitarbeiter und Projekt-Teilnehmer täglich zwischen 7 und 15 Uhr aktiv.

Wa sonst noch alles bei „Land in Sicht“ in Plön-Tweelhörsten hergestellt wird, ist bei einem Osterbasar zu bewundern. Der findet am Sonnabend, dem 19. M-rz, von 11 bis 16 Uhr in den Räumlichkeiten von „Land in Sicht“ statt. Es gibt dazu warmes Essen und selbstgebackenes Brot sowie Kaffee und Kuchen. Daneben präsentieren die einzelnen Gewerke ihre Produkte und bieten sie zum Kauf an.

Was alles im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus bei „Land in Sicht“ möglich ist, wird bei einem „Tag des offenen Gartens“ gezeigt. Der findet am Sonntag, dem 19. Juni, in Tweelhörsten statt. Ein Tag der offenen Tür ist gleich danach am Dienstag, dem 21. Juni, geplant.

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