Land fordert eine neue Strafzahlung für die Marschbahn

Pünktlichkeit hat zugenommen – doch der Wirtschaftsminister bleibt hart

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03. August 2018, 18:37 Uhr

Nur drei von vier Zügen der Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland waren im Juli pünktlich. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hat deshalb der Deutschen Bahn (DB) eine Strafzahlung von 350 000 Euro aufgebrummt.

Seit Februar hat das Land somit 2,25 Millionen Euro einbehalten – und will das Geld an die Pendler ausschütten oder in die Strecke stecken. Für die Monate März und April haben über 2000 Pendler Entschädigungen bekommen. „Ich gehe davon aus, dass das auch die Größenordnung für die anderen Monate sein wird“, sagte gestern Buchholz.

„Ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir im Juli eine Situation gehabt hätten, in der wir auf Strafzahlungen verzichten können, aber leider ist die Verspätungssituation immer noch so, dass wir sagen müssen, diese Strafzahlungen müssen aufrecht erhalten bleiben“, so der Minister. Es habe leichte Verbesserungen in der Pünktlichkeit und bei den Zugausfällen gegeben, aber die Daten lägen immer noch weit entfernt von dem vertraglich geschuldeten. Die vereinbarte Pünktlichkeitsquote liege bei 93 Prozent. Buchholz stellt in Aussicht, dass die Strafen reduziert werden, wenn die DB sich deutlich verbessere.

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