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Ostholsteiner Anzeiger

19. November 2017 | 13:43 Uhr

Lärmschutz: Wünsche noch bis nächste Woche

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 18.Mai.2017 | 12:53 Uhr

Eigentlich waren sich alle einig, dass der Lärmaktionsplan, der in 500 Gemeinden im Land diskutiert wird, ein „Papiertiger“ ist. Dennoch wollten die Bösdorfer Gemeindevertreter gestern Abend die Chance nutzen, Vorschläge für eine Lärmreduzierung zu machen.

Zuvor berichtete die städtische Fachbereichsleiterin Jutta Kricheldorff in einer „Information der Öffentlichkeit“, dass 140 Menschen in der Gemeinde Bösdorf entlang der B 76 von Umgebungslärm von über 55 Dezibel betroffen sind. „Die stärkste Belastung wurde westlich von Stadtheide gemessen, östlich von Stadtheide wurde Flüsterasphalt eingearbeitet“, sagte die Architektin.

Maßnahmen zur Lärmminderung könnte lediglich der Baulastträger der B 76, der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr, vornehmen. Das wären zum Beispiel der Einbau von Flüsterasphalt, die Reduzierung der Geschwindigkeit, der Bau von Schallschutzwänden oder etwa der Einbau von Schallschutzfenstern. Aber: Einen Rechtsanspruch auf Lärmschutzmaßnahmen gebe es nicht.

Engelberg Unterhalt (SPD) witterte eine „Alibi-Veranstaltung“: „Da ist wieder viel Papier schwarz gemacht worden.“ In Sandkaten gehe er zwischen 4 und 7 Uhr von einer Lärmbelastung von über 70 Dezibel durch Lkw-Verkehr aus. So sollte man zwischen Sandkaten und Stoßheck die Geschwindigkeit auf 60 km/h reduzieren.

Auch Dieter Westphal (CDU) erkannte „Augenwischerei“. Alfred Stender (CDU) berichtete über manipulierte Auspuffanlagen von Fahrzeugen auf der L 306. Klaus Tschirschwitz (BfB) schlug an der Kreuzung in Sandkaten/Stadtheide Lärmschutz durch mit Steinen gefülltes Drahtgeflecht vor. Die Gemeindevertretung erhofft sich von Betroffenen weitere Ideen zur Lärmreduzierung. Vorschläge sollten bis spätestens Ende nächster Woche bei der Stadt Plön eingehen.


Wassergebühren werden erhöht


Einstimmig beschlossen die Bösdorfer Gemeindevertreter gestern Abend eine Erhöhung der Gebühren für die Wasserversorgung. Danach wird die Grundgebühr zum
1. Januar 2018 von 1,02 auf
3 Euro erhöht und der Kubikmeterpreis von 1,50 auf 1,55 Euro zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Erhöhung war nötig geworden, weil der Gebührenhaushalt für die Wasserabrechnung in den vergangenen beiden Jahren mit einem Minus abgeschlossen hatte.

Bürgermeister Joachim Schmidt (CDU) berichtete über einen Vorfall am Vierersee. Dort hätten Unbekannte eine Sitzbank gesprengt. Offenbar hatten sie Böller in ein Vierkantrohr gestopft und zur Explosion gebracht. Die Bank hatte die Explosion nicht überstanden.

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