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Ländrätin leistet Amtseid und sorgt für ersten Kompromiss im Kreistag

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 23.Feb.2017 | 18:34 Uhr

Nach ihrer geheimen Wahl im Dezember ist Landrätin Stephanie Ladwig gestern Abend im Plöner Kreistag für weitere sechs Jahre Amtszeit von ihrem Stellvertreter Werner Kalinka ernannt und Kreispräsident Peter Sönnichsen vereidigt worden. Die zweite Amtszeit von Stephanie Ladwig beginnt am 4. Mai dieses Jahres und endet im Mai 2023.

Die Mehrheit des Kreistages hatte auf eine Ausschreibung der Landratsstelle verzichtete. Sönnichsen lobte Akzeptanz und Anerkennung der Landräin sowie ihre gute Zusammenarbeit mit der gesamten kommunalen Familie. „Ihr Führungsstil kommt in der Verwaltung gut an“, sagte Peter Sönnichsen.

Ihre mehrheitliche Wahl sehe sie als gutes, ehrliches Ergebnis, das sie sehr ansporne, dankte Ladwig nach ihrer Vereidigung. Sie wolle vorhandenes Vertrauen bestätigen und ihre Kritiker noch mehr überzeugen, bot Ladwig allen eine gute Zusammenarbeit an. Sie dankte aber auch ihren Kreismitarbeitern und dem Personalrat für das gute Miteinander und die hohe Loyalität. So habe der Kreis Schulden abgebaut und dennoch einen Gestaltungsspielraum erhalten. „Die Schulden müssen wir immer im Blick behalten“, mahnte Ladwig.

Mit Blick in die Zukunft nannte sie Projekte wie Digitalisierung, die Integration von Flüchtlingen und Windenergie als große Themen. Außerdem müssten Strategiepapiere mit Leben erfüllt werden. Stephanie Ladwig wünschte sich aber auch eine entspanntere Atmosphäre im Kreistag: „Heftige Debatten zeugen zwar von starkem Engagement, sie sind aber nicht immer schön.“ Ihre Empfehlung: Kräfte und Kapazitäten sollten im Kreistag nicht für ausufernde Machtkämpfe vergeudet werden. „Da ist noch Potenzial nach oben“, sagte die Landrätin.

Mit einem Lutz Schlünsen „zugeflüsterten“ Vorschlag bei der Verteilung der Sparkassenmittel sorgte Landrätin Ladwig nach 90-minütiger Diskussion auch gleich für den ersten Kompromiss im sonst so zerstrittenen Kreistag. 40  000 Euro für das Ehrenamtsbüro verteilt auf drei Jahre und 30  000 Euro für die Lebenshilfe werden aus dem laufenden Haushalt gezahlt. Das Geld sollte erst aus den Sparkassenmitteln genommen werden. Diese 110  000 Euro werden nun aufgeteilt an den Kreisjugendring (10  000 Euro), die Kreisjägerschaft (5000), die Schwimmausbildung für Kinder (10  000), die Tafeln im Kreis (15  000), die Jugendfeuerwehr im Kreis (5000), den Hospizverein Kreis Plön (5000), die Ehrenamtsbörsen in Lütjenburg und Schwentinental (10  000) sowie 20000 Euro an die Heimatmuseem Wankendorf und Preetz, das Künstlermuseum Heikendorf, das Eiszeitmuseum Lütjenburg und das Probstei-Museum in Schönberg sowie 5000 Euro an den Reiterverein Westerwalddistrikt.  


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