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Fussball : Länderspiel im „Uwe Seeler Fußball Park“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

U16-Nationalmannschaft der Juniorinnen erwartet am Dienstag um 17 Uhr den Nachwuchs aus Dänemark.

Wenn die Bundestrainerin die U16-Nationalmannschaft der Frauen einlädt, geht es nicht nur um Fußball. „Auch in Malente sind zwei Lehrer dabei, die mit den Spielerinnen den Stoff bearbeiten, den sie in der Schule durch den Lehrgang verpassen“, sagt Ulrike Ballweg. Sie hat 16 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen des Geburtsjahrgangs 1999 aufgeboten, die am 2. September um 17 Uhr im „Uwe Seeler Fußball Park“ gegen Dänemark spielen.

Für Ulrike Ballweg ist der „Uwe Seeler Fußball Park“ Neuland. Sie kennt die Fußballschule des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) von verschiedenen Lehrgängen. Sie nimmt das neue große Gebäude zum ersten Mal in Augenschein. „Ich war noch nicht hier, seit die Schule renoviert ist, aber die Fußballplätze haben sich ja nicht verändert“, stellt sie nach der morgendlichen Übungseinheit fest. Die Bedingungen seien „super“, lobt die Trainerin die Sportstätten in Malente. Und die Landschaft werde sie mit den Spielerinnen auch noch genießen: „Wir haben eine Fünf-Seen-Fahrt gebucht.“

Der Lehrgang mit zwei Länderspielen, heute um 17 Uhr in Malente, und am Donnerstag, dem 4. September, ist für Mannschaft und Trainerstab ein Neubeginn. Den Jahrgang 1999 hatte zuletzt in der U15 Bettina Wiegmann als Trainerin unter ihren Fittichen. „Diese Maßnahme gilt auch dem gegenseitigen Kennenlernen“, sagt Ulrike Ballweg. Dänemark sei ein besonders geeigneter Gegner. Zuletzt sind beide beim Turnier um den „Nordic-Cup“ im Sommer in Schweden aufeinander getroffen.

Die meisten deutschen Kickerinnen profitieren von der U16-Bundesliga. Wenn Mädchen und Jungen gemeinsam in Fußballmannschaften spielen, sei das für die Fußballausbildung von Vorteil. In der U16 trainieren die Talente im Durchschnitt vier- bis fünfmal pro Woche. In Eliteschulen des Sports sei auch vormittags Fußballtraining möglich. Der Weg ins Notizbuch der U16-Bundestrainerin führt über das Sichtungsturnier, das der Deutsche Fußball Bund für den Nachwuchs in Duisburg-Wedau ausrichtet. „Eine sehr gute Technik, ein gutes Spielverständnis und Grundschnelligkeit“ sind die Eigenschaften, die in den Augen der Auswahltrainer Voraussetzung sind. „Später kommen Robustheit und Athletik hinzu“, verrät die Bundestrainerin. Ein ideales Einstiegsalter gebe es nicht. „Es ist gut, wenn die Mädchen früh Sport treiben, die Sportart ist dabei Nebensache, egal ob Volleyball, Handball, Turnen oder Leichtathletik“, sagt die Trainerin, die auch zum Trainerstab von Bundestrainerin Sylvia Neid gehört. Es gebe ein breites Spektrum, in dem die Mädchen in den Kindertagen Bewegungserfahrungen sammeln können.

Grundsätzlich legt der DFB auch bei den weiblichen Jugendteams großen Wert auf eine offensive Spielausrichtung. „Wir wollen das Spiel bestimmen, das Heft in die Hand nehmen und mutig agieren. Das Spielsystem wird von der U15 bis zu den Frauen angelegt und dabei natürlich den Entwicklungen angepasst“, sagt Ulrike Ballweg.

Am Mittwoch steht wieder Training auf dem Programm, ehe die Mannschaft am Donnerstag in Lübeck erneut auf Dänemark trifft. Dazwischen gab es immer wieder Unterricht. Die beiden Lehrkräfte haben sich mit den Schulen der Fußballerinnen abgestimmt. „Das ist ein gut funktionierendes System“, stellt die Bundestrainerin fest. Denn: „Die Schule ist mindestens genauso wichtig wie der Sport.“

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erstellt am 01.Sep.2014 | 14:38 Uhr

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