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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 15:51 Uhr

Eutin : L 57: Alter Durchlass wird repariert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Reparaturarbeiten haben begonnen.

von
erstellt am 26.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Nur zwei Wochen, nachdem an der Landesstraße 57 zwischen Pulverbeck und Redderkrug ein Schaden an einem Gewässerdurchlass entdeckt wurde, haben Reparaturarbeiten begonnen. Die Eutiner Baufirma Hein hat den Auftrag erhalten, den Durchlass für den Bach Pulverbeck wieder so herzurichten, wie er in den Jahren 1845 bis 1847 aus behauenen Findlingen gebaut worden war. Morgen Abend könnte die Arbeit schon fertig sein, urteilten die Bauarbeiter gestern Morgen zuversichtlich.

Mitarbeiter der Straßenmeisterei Scharbeutz hatten vor zwei Wochen entdeckt, dass der mindestens 165 Jahre alte Durchlass durch starken Wasseranfall im Bachbett am Straßenrand abgesackt war. Damit war auch der Fahrbahnrand nicht mehr sicher. Die Straßenmeisterei hatte vorsorglich mit Ampeln eine einspurige Verkehrsführung eingerichtet und so die Fahrzeuge von der gefährdeten Seite ferngehalten.

Dieser Abschnitt der L 57 wurde zwischen 1845 und 1847 nach Plänen des herzoglichen Oberbaurates und Wegeinspektors Eduard Bruhns gebaut. Der hatte auf teilweise vorhandenen Wegen und neuen Abschnitten eine 19,7 Kilometer lange Straße vom Eutiner Schloss zum Lensahner Hof konzipiert – als landschaftlich besonders schöne Wegstrecke für die herzoglichen Kutschen. Dabei hatte er die Straße so in die Landschaft eingefügt, dass der Landeskonservator vor einigen Jahren überlegt hat, ob sie nicht komplett unter Denkmalschutz gestellt werden sollte.

Die Pulverbeck diente in früheren Jahrhunderten als Energiequelle für eine Mühle, in der – in ausreichendem Abstand zur Stadt – Schwarzpulver produziert wurde. In dieser Zeit dürfte der Bach deutlich mehr Wasser geführt haben, dessen Anfall heute durch Drainagen reduziert wurde.

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