KVHS feiert Jubiläum mit Gästen

Zu den geladenen Gästen zählten Bürgermeister und VHS-Leiter aus dem gesamten Kreis Plön, Weggefährten und Gründungsmitglieder.
Zu den geladenen Gästen zählten Bürgermeister und VHS-Leiter aus dem gesamten Kreis Plön, Weggefährten und Gründungsmitglieder.

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16. Februar 2018, 14:04 Uhr

Bob Beamon machte 1968 mit seinem Weltrekordsprung von 8,90 Meter Furore. Im Kreis war im selben Jahr die Gründung der Kreisvolkshochschule (KVHS) ein Riesensprung in Sachen Bildung: Beim Festakt in der Akademie am See auf dem Koppelsberg zog Kreispräsident Peter Sönnichsen gestern den Vergleich.

Bürgermeister, Bürgervorsteher, VHS-Leiter und weitere geladene Gäste aus dem ganzen Kreis feierten auf den Gründungstag 16. Februar genau das 50-jährige Bestehen und die Arbeit der KVHS. „Die große Politik macht keine Freude. Wenn wir hier vor Ort nicht wären würde es anders aussehen. Dieses Land funktioniert auch, ohne dass wir eine Regierung haben“, würdigte Sönnichsen das Engagement der Ehrenamtler. Aufgabe der Volkshochschulen sei es, die Menschen mitzunehmen: „Sie sind das Netzwerk der Leistungsträger im Kreis Plön.“

Die stellvertretende Vorsitzende des VHS-Landesverbandes, Helga Jones, verlas eine Rede des erkrankten Vorsitzenden Carsten Schneider. Die VHS ruhten auf zwei Säulen: Mit ehrenamtlicher Leitung in der Fläche vertreten zu sein (Lernen in Begegnung) und Aufgaben in öffentlicher Verantwortung zu leisten (Integration der Zuwanderer). Aufgabe sei es, Menschen über Weiterbildung im gesellschaftlichen Wandel mitzunehmen und eine gerechte Teilhabemöglichkeit zu bieten.

Dr. Henning Höppner, neben dem ebenfalls anwesenden Wolf Schlumbaum einer der Gründungsmitglieder, erinnerte an die ersten Angebote: Nachholen von Schulabschlüssen, Ausbildung zu Wirtschaftsassistenten oder geprüfter Sekretärin. „Die KVHS hat nie zur Disposition gestanden, der Kreistag hat immer zu ihr gehalten“, unterstrich er die finanzielle Unterstützung.

„Es war ein mühsamer Weg der Selbstentwicklung. Es gab Zeiten, da reichten die Mittel nicht aus“, erklärte KVHS-Leiterin Monika Vogt. „Wir wünschen uns eine ausreichende Finanzierung. Allein durch Beiträge ist es unmöglich.“ Weitere Wünsche seien gesicherte Strukturen, soziale Absicherung und „Schulabschlüsse müssten kostenlos sein.“ Die „Spurensucher“ seien eines der beständigsten VHS-Projekte und habe 40 Bände Zeitgeschichte hervorgebracht. Band 41 und 42 seien in Arbeit. Stärkster Zweig aktuell seien die DaZ-Kurse mit 9000 Unterrichtsstunden im Jahr.

Ein kreisweites Angebot für angehende Hühnerhalter sei ebenfalls sehr erfolgreich gewesen, schmunzelte Vogt. Ganz neu sei ein Angebot, in dem syrische Lehrerinnen ihre Kinder in Syrisch unterrichten, damit sie auch die Muttersprache lernen. Auch bei der Musikauswahl zum Festakt bewies die KVHS, dass sie gern ungewöhnliche Wege geht. Zur Eröffnung spielte die Trommelgruppe der VHS Ascheberg. Mittendrin gaben die syrischen Musiker Mohammad Taha Al Smail (Geige), sein Sohn Esmael Al Smail (Gitarre) und Trommler Samir Rabah Kostproben arabischer Musik.

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