Verrücktes Verkehrszeichen : Kurioser Schilderdreh in der Schloßstraße

Schilda ist überall. Zum Beispiel in der Eutiner Schloßstraße. Dort sollte die Stadt eigentlich die Vorfahrt regeln.

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22. Oktober 2009, 10:45 Uhr

Eutin | Zwar wählte sie das richtige Verkehrszeichen, beim Aufstellen des Vorfahrtsschildes passierte jedoch ein kleines Missgeschick - mit entscheidender Wirkung.Eigentlich hatte das Bundesverkehrsministerium die Vielzahl der Verkehrszeichen gerade etwas reduziert - wenn auch kaum merklich. Die Stadt Eutin hat dafür jetzt- wohl unfreiwillig - ein neues eingeführt. Zu besichtigen ist es an der Einmündung der Stolbergstraße in die Schloßstraße - unmittelbar neben dem Ostholstein-Museum. Ursprünglich stand hier mal ein "Vorfahrt-achten-Schild" - ein rotes Dreieck, das auf der Spitze steht. Doch nun ist es um 180 Grad gedreht - die Spitze zeigt nach oben.
Ob das "verrückte" Verkehrszeichen auch in seiner neuen Lage noch eine Bedeutung als Vorfahrt-achten-Schild hat, ist eine nicht ganz unbedeutende Frage. Denn wenn es bedeutungslos wäre, würde "rechts vor links" gelten. Dann hätten sowohl Fahrzeuge Vorfahrt, die vom Schloss kommen, als auch Fahrzeuge aus der Stolbergstraße, denen dies weiterhin durch ein (einwandfrei aufgestelltes) Vorfahrtsschild signalisiert wird.

Karl-Heinz Wetzig, Leiter der Verkehrsaufsicht des Kreises, konnte einen Anflug des Lachens nicht unterdrücken, als der OHA ihn mit der unorthodoxen Aufstellung des Vorfahrtsschildes durch die Stadt konfrontierte. Er halte es zumindest für möglich, dass ein Richter zu der Ansicht kommt, mit der Spitze nach oben sei das Schild nicht mehr gültig, erklärte er. Das würde bedeuten, dass die Stadt haften müsste, wenn es aufgrund der unklaren Vorfahrtsregelung zu einem Unfall käme. Wetzig wollte gleich zum Telefonhörer greifen, um die Schilda-Lage wieder in Ordnung bringen zu lassen.

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