Malente : Kurdirektor bald im Ruhestand – wer übernimmt seine Aufgaben?

Kurdirektor Georg Kurz hört im nächsten Jahr auf.
Kurdirektor Georg Kurz hört im nächsten Jahr auf.

Kurdirektor Georg Kurz geht im April in die Ruhephase seiner Altersteilzeit. Jetzt soll Bürgermeisterin Tanja Rönck vorschlagen, wer seine Aufgaben künftig erledigen soll.

shz.de von
23. August 2018, 13:25 Uhr

Die Kurverwaltung wird vorerst weiter als Eigenbetrieb geführt, auch wenn Kurdirektor Georg Kurz (Foto) am 1. April 2019 die Ruhephase seiner Altersteilzeit antritt. Zusätzlich zu diesem Beschluss beauftragte der Tourismusausschuss Bürgermeisterin Tanja Rönck am Mittwochabend, den Gremien der Selbstverwaltung bis Ende Oktober vorzuschlagen, welche Aufgaben der Kurverwaltung die Gemeindeverwaltung, die Malente Tourismus- und Service (Mats) GmbH oder Dritte übernehmen können. Im Laufe des Jahres 2019 soll dann entschieden werden, ob und wann der Haushalt der Kurverwaltung in den künftig auf die Doppik umgestellten Gemeindehaushalt übernommen werden kann.

Einen Kurdirektor brauche die Gemeinde zum Erhalt ihrer kurörtlichen Prädikate „Kneippheilbad“ und „Heilklimatischer Kururt“ zwar nicht, erklärte Kurz. Mit Beginn seiner Ruhephase sei aber ein neuer Werkleiter zu bestellen.

Basis für den Beschluss des Ausschusses war eine Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO in Kiel. Sie sollte nach dem Willen des Ausschusses vor allem bewerten, welche finanziellen Folgen eine organisatorische Änderung für die Gemeinde hätte. „Sowohl die Fortführung der Kurverwaltung als Eigenbetrieb als auch die Übernahme der Kurverwaltung in den Gemeindehaushalt hat im Vergleich dieser beiden Alternativen Vor- und Nachteile“, schreiben die Wirtschaftsprüfer. Sofern für die Entscheidung Kostengesichtspunkte entscheidend seien, sei eine Überführung in den Gemeindehaushalt zu empfehlen. Sofern eine eindeutige Kostenkontrolle mit klarer Verantwortungszuweisung entscheidend sei, sollte der Eigenbetrieb aus Sicht der Prüfer weitergeführt werden. Mit anderen Worten: Eine Auflösung der Kurverwaltung wäre billiger, aber intransparenter. Auf jeden Fall ist eine Integration des Kurbetriebs in den Gemeindehaushalt aus Sicht der Prüfer nicht vor 2020, vielleicht auch erst 2022 möglich.

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