Kunstaktion: Schüler harrte eine Stunde im Käfig aus

Leon Gebauer ließ sich einsperren.
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Leon Gebauer ließ sich einsperren.

shz.de von
31. Mai 2017, 19:19 Uhr

Am Ende wurde es für Leon Gebauer doch ungemütlich. Der Neuntklässler hatte sich am Dienstagabend bei der Schüler-Kunstaktion „Schau hin!“ am Malenter Bahnhof „geopfert“ und in einem Supermarkt-Transportwagen Platz genommen, weil dazu kein Passant bereit war. Nach einer Stunde befreiten ihn seine Mitschüler schließlich. Mit ihrem Beitrag zu der Aktion wollten vier Schülerinnen qualvolle Haltungsbedingungen für Pelztiere anprangern.

Neuntklässlerin Alicia Chantal Schnitzke hatte unterdessen mit einer Mitschülerin Passanten nach deren Meinung zu Pelzen befragt. „Viele Leute haben uns ignoriert und sind einfach weitergegangen“, schilderte sie ihre Erfahrungen. Doch immerhin vier hätten geantwortet. Unter dem Bahnhofsdach soll noch bis zum 8. Juni eine Box stehen, in die Meinungsäußerungen eingeworfen werden können. Ihre Meinung zu Malente-Themen konnten Passanten bei Mia Stühmer und Alica Reinhardt (beide 16) äußern. Mehrere Flüchtlinge boten sich an, dabei zu helfen, Farbschmierereien am Bahnhofsgebäude zu entfernen.

Die Kunstaktion war Teil des Kurses „Kunst & Politik“, von Kunstlehrerin Christine Duggen, an dem sich 16 Schüler beteiligt hatten.

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