Kunst und Kultur zusammenführen

Der Kreiskulturbeauftragte Mathias Wolf (Mitte) soll Kunst und Kultur im Kreis zusammenführen. Unterstützung kommt von Kreispräsident Peter Sönnichsen und Landrätin Stephanie Ladwig.
Der Kreiskulturbeauftragte Mathias Wolf (Mitte) soll Kunst und Kultur im Kreis zusammenführen. Unterstützung kommt von Kreispräsident Peter Sönnichsen und Landrätin Stephanie Ladwig.

Neuer Kreiskulturbeauftragter vorgestellt / Mathias Wolf tritt zum 1. Juni sein Amt an / Künstlerische Szene im Kreis koordinieren

shz.de von
25. Mai 2018, 11:31 Uhr

„Ein Leitwolf ist so wichtig. Mit einem Künstler aus dem Kreis, haben wir einen ganz wichtigen Meilenstein erreicht, ein sichtbares Zeichen gesetzt“, so Landrätin Stephanie Ladwig bei der Vorstellung des neuen Kreiskulturbeauftragten Mathias Wolf. Der 65-jährige wird zum 1. Juni sein Amt antreten und sich ehrenamtlich um die Kulturszene im Kreis kümmern.

Aus Sicht des Kreises wird eine Struktur im Kreis benötigt, die künstlerische Szene zu koordinieren. Der Kreis engagiert sich bereits auf vielfältige Weise für den Erhalt und den Ausbau kultureller Angebote in der Region. Ergänzt wird das durch eine reiche ehrenamtliche Arbeit. 2014 hatte der Kreistag beschlossen, der Kulturförderung ein regionales Konzept zugrunde zu legen. Ein weiterer Schritt ist nun die Berufung des ehrenamtlichen Kulturbeauftragten, der die Interessen des Kreises auf dem Gebiet der Förderung der Kunst und der Kultur wahrnehmen soll, so die Landrätin weiter.

Berufen wurde der seit mehr als 40 Jahren als freier Künstler arbeitende Wolf vom Kreistag nach ausführlicher Beratung und in Überzeugung seiner Person. In Lütjenburg geboren und in Satjendorf aufgewachsen, studierte er nach der Schule an der Muthesius Schule in Kiel. Als bildender Künstler hat er sowohl die Region wie auch weite Teile Deutschlands kennengelernt und in den USA gearbeitet. Durch langjährige Arbeit im Verband bildender Künstler verfügt er über grundlegende Erfahrungen in der regionalen und überregionalen Kulturarbeit und ist entsprechend vernetzt. Zudem wohnt und arbeitet er im Kreis; demnächst zieht er nach Darry.
 Und gerade darauf setzt auch Mathias Wolf in seiner Arbeit. „Ich bin nicht an Verwaltungsrichtlinien gebunden“, sagt er. „Ich will den Kreis nicht isoliert betrachten, sondern im Verbund – aber dafür braucht man Geld.“ Deshalb sieht er einen Schwerpunkt darin, eben nicht nur die Künstler zusammen zu bringen, sondern dabei auch die Wirtschaftsunternehmen mit anzusprechen. „Jetzt muss ich erst einmal Kontakt mit den Beteiligten aufnehmen – auch über Kreisgrenzen hinweg.“ Konkrete Projekte hat er deshalb noch nicht. „Die bildende Kunst vegetiert etwas wie unter einem Tuch im Kreis“, meint Wolf. In dieser Beziehung sei Schleswig-Holstein noch „Entwicklungsland“. „Die Kulturkreise müssen mehr ins Rampenlicht gerückt werden – und das nicht nur in den Urlaubsmonaten.“

Die kulturelle Szene im Kreis sei „sehr lebendig“ – für sich. Galeristen aber dagegen leider sehr zögerlich mit Künstlern aus der Region. „Viele Künstler wuseln vor sich hin.“ Das will er nun ändern, in jedem Fall erst einmal die Künstler ansprechen oder sich ansprechen lassen. Zum Beispiel über seine E-Mail-Adresse m.wolf-art@t-on line.de.

Wer mehr über seine Arbeiten im Bereich Skulpturen oder Raum-Installationen sehen möchte, kann dies auf seiner Internetseite tun: www. mathias-wolf.de.

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