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Kung Fu – ein Kampfsport, der buchstäblich „harte Arbeit“ ist

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

In den siebziger Jahren war ein Kampfsport in aller Munde: Kung Fu. Grund war eine Fernsehserie, die mit einer ungewöhnlichen Geschichte für hohe Einschaltquoten sorgte. „Kung Fu“ stellte einen Shaolin-Mönch, den David Carradine spielte, in den Mittelpunkt, der im 19. Jahrhundert im Wilden Westen mit seiner Ruhe und Gelassenheit dem ruppigen und rauen Wesen der Cowboys entgegen tritt. Mit der Serie wurde die chinesische Kampfkunst populär – zum Teil aber auch gründlich missverstanden. In Eutin wird an der „Kampfkunst Academy“ das „Wun Hop Kuen Do Kung Fu“ (WHKD) gelehrt.

Der Begriff stamme aus dem Mandarin. Der „Weg der vereinten Faustkünste“ sei eine amerikanische Weiterentwicklung. Der Schüler lerne in diesem System die wichtigen Grundlagen der Kampfkunst, wie blockieren, ausweichen, treten, schlagen, werfen und hebeln, sagt die Leiterin der Eutiner Kampfkunst Academy, Martina Baumgardt. Geschult werden die eigenen Körperwaffen, also Hände, Füße, Ellenbogen, Knie und Kopf, aber auch der Umgang mit äußeren Waffen, wie Stock oder Messer.

„David Carradine wird oft mit der Kampfkunst Kung Fu identifiziert, dabei hat er mit dem Sport eher wenig zu tun, er ist vielmehr der Schauspieler, der diese Kampfform populär gemacht hat“, sagt Trainer Arne Kulok.

Kung Fu ist laut dem Internet-Lexikon Wikipedia der Ursprung mehrerer asiatischer Kampfsportarten und wurde vor etwa 1500 Jahren von den Mönchen eines Shaolin-Klosters entwickelt. Fünf Elemente spielen im Kung Fu eine große Rolle und werden im Kampf besonders gewürdigt. Ein Stock symbolisiert das Holz, ein Speer das Feuer, die Faust die Erde, ein Säbel das Metall und ein Schwert symbolisiert das Wasser.

Wörtlich übersetzt heißt „Kung Fu“ so viel wie „harte Arbeit“. Geduld, Ausdauer, Disziplin und ein starker Wille sind die Fähigkeiten, die von einem Kung-Fu-Schüler erwartet werden. Wie in vielen asiatischen Kampfsportarten haben sich im Laufe der Geschichte auch im Kung Fu verschiedene Stilrichtungen und -schulen entwickelt. Zum Erlernen der Fertigkeiten des Kung Fu bedarf es grundsätzlich Zeit, Mühe und Kraft. Das traditionelle Training ist streng und anspruchsvoll. Heute können verschiedene Kung-Fu-Stile erlernt werden, wie das an den Ursprüngen orientierte „Shaolin-Kung-Fu“.

Der bekannteste Vertreter der chinesischen Kampfsportart Kung Fu ist Bruce Lee, der vor rund 50 Jahren durch seine Auftritte in Kinofilmen den asiatischen Sport in den Vereinigten Staaten populär gemacht hat. Bruce Lee starb 1973 im Alter von 32 Jahren. Aktuell ist von der Popularität her Jackie Chan der Künstler, der auf den Kinoleinwänden der Welt den asiatischen Kampfsport im Allgemeinen demonstriert. Dabei ist Kung Fu, neben verschiedenen Boxtechniken, aber nur ein Bestandteil seiner Auftritte.


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erstellt am 09.Apr.2016 | 15:52 Uhr

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