Zweckverband Ostholstein : Kunden reagieren auf Müllgebühren

Über 1000 Widersprüche gingen bereits gegen die neuen ZVO-Gebührenbescheide.

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28. März 2011, 11:28 Uhr

Sierksdorf | Zahlreiche Kunden des Zweckverbands Ostholstein (ZVO) haben auf die neue ZVO-Gebührenordnung bei der Müll-Entsorgung reagiert - mit der Umstellung ihrer Müllentsorgung und mit Widersprüchen. So hätten 1177 Kunden dem im Februar zugestellten Gebührenbescheid widersprochen, teilte der ZVO mit. Das entspreche angesichts von über 63 000 Bescheiden einer Quote von 1,8 Prozent. Mittlerweile sei die Widerspruchsfrist abgelaufen.

Für 75 Prozent der Kunden seien die Gebühren niedriger als bei der alten Gebührenstruktur, betonte Verbandsdirektor Heiko Suhren: "Diese Tatsache geht in der allgemeinen Diskussion um die Abfallgebühren meist unter." Für Kunden, die in Mietwohnungen wohnten, werde die Gebührenermäßigung erst im kommenden Jahr bei der Nebenkostenabrechnung der Vermieter sichtbar.

Bereits zwei Monate nach Einführung der neuen Abfallgebühren hätten mehr als 7500 Kunden die Möglichkeit genutzt, ihre Gebühr zu senken. In erster Linie seien dies Kunden, die mit ein oder zwei Personen auf einem Grundstück wohnten. Diese müssten gegenüber früher ohne Änderungen wesentlich höhere Gebühren zahlen. Entweder werde nun ein kleineres Abfallgefäß genutzt oder es sei vom zwei-wöchentlichen auf den vier-wöchentlichen Abfuhrrhythmus umgestiegen worden oder die Kunden teilten sich nun ein Abfallgefäß mit dem Nachbarn. Damit reduzierten diese Kunden ihre Gebühr durch Abfallvermeidung um 51 bis 68 Prozent.

Bisher hätten rund 70 Prozent der Kunden, die jetzt auf den längeren Abfuhrrhythmus umgestellt hätten, ein neues Abfallgefäß mit besonderer Kennzeichnung für die vier-wöchentliche Abfuhr erhalten. Die Austauschaktion laufe in den nächsten Wochen weiter. Auch sonnabends würden Abfallgefäße getauscht. Insgesamt stünden 140 000 Abfalltonnen in Ostholstein.

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