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Ostholsteiner Anzeiger

19. Oktober 2017 | 12:03 Uhr

Kulturelle Botschafter geehrt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Doris Runge und Andreas van Zoest wurden für ihre überregional künstlerische Arbeit mit dem Kulturpreis des Kreises ausgezeichnet

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Zwei kulturelle Botschafter Ostholsteins wurden Mittwoch mit dem Kulturpreis des Kreises ausgezeichnet. Die Lyrikerin Professor Doris Runge mache die Kultur des Kreises Ostholstein auch weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt, sagte Carsten Behnk, Geschäftsführer der Kulturstiftungen des Kreises Ostholstein, in seiner Laudatio. Für den Aufbau eines musikalischen Brückenschlages zwischen Deutschland und Dänemark wurde der Musiker Andreas van Zoest vom Laudator Harald Werner, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung zur Förderung der Kultur und Erwachsenenbildung, gelobt.

Seit 1991 wird der mit 2500 Euro dotierte Kulturpreis alle zwei Jahre vergeben. Seit Anfang an gibt es immer zwei Preisträger. Damit folge das Kuratorium einer selbst auferlegten Tradition, so Behnk. In diesem Jahr habe es 24 Vorschläge gegeben, berichtete Kreispräsident Ulrich Rüder. „Das zeigt, welch ein breites Spektrum der Kulturarbeit es in Ostholstein gibt“, stellte er fest. Doris Runge sei eine Lyrikerin von anerkanntem und internationalem Rang, so Behnk in seiner Rede. Aufgewachsen in Neukirchen bei Oldenburg wohnte sie einige Jahre auf Ibiza und kehrte anschließend nach Ostholstein zurück. Heute lebt sie auf dem Gelände des Klosters Cismar und gründete dort 1994 den Verein „Literatur im Weißen Haus“, der Lesungen und Veranstaltungen mit zeitgenössischen Autoren organisiert.
Für ihre literarische Arbeit hat Doris Runge bereits viele Preise bekommen. Trotzdem freute sie sich sehr über die Auszeichnung mit dem Kulturpreis des Kreises Ostholstein. „Lyrik ist eine ganz leise Stimme, umso glücklicher bin ich, dass die Jury diese Stimme gehört hat“, sagte Runge in ihrer Dankesrede. In der literarischen Welt werde sie oft als Stimme aus dem Norden interpretiert. „Meine Gedichte sind eine Liebeserklärung an diese Region.“ Sie bereue nicht, dass sie nie in die Metropolen gegangen sei, so Runge. Auch wenn man als Autor dann schnell vergessen werde. Sie hole die Literaten stattdessen hierher. „Hier in Ostholstein schlägt mein Herz, jetzt, mit diesem schönen Preis, noch ein wenig mehr.“
Während die Schriftstellerin Runge ihre Gefühle mit Worten ausdrückt, nutzt der Musiker und Musikpädagoge Andreas van Zoest dazu seit Jahrzehnten die klassische Gitarre. Seit dem 1. Januar 1981 sei er Lehrer an der Kreismusikschule und habe in dieser Zeit Generationen von Musikschülern für dieses Instrument begeistert, führte Laudator Werner aus. Im Laufe der Jahre habe van Zoest viele Gitarrenensembles aufgebaut, Konzertreisen führten nicht nur nach Israel, sondern auch nach Nord- und Südamerika. Derzeit leite er drei Ensembles, darunter das Fehmarn-Belt-Gitarren-Orchester mit deutschen und dänischen Musikern. Durch diese grenzüberschreitende Arbeit habe die enge Verbindung zu den Nachbarn in Dänemark intensiviert werden können, lobte Werner und fügte hinzu: „Sie haben der klassischen Gitarre eine Stimme gegeben, dafür danke ich Ihnen.“

Auf viele Dankesworte verzichtete van Zoest und spielte stattdessen mit einigen Mitgliedern des Fehmarn-Belt-Gitarren-Orchesters den 2. Satz aus der von Sven Klammer komponierten Fehmarn-Belt-Suite.

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