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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 04:28 Uhr

Küstenkreis braucht Wasserschutzpolizei

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

CDU-Fraktionschef Timo Gaarz kritisiert Stellenabbau bei der Polizei an der Küste

von
erstellt am 06.Apr.2015 | 17:19 Uhr

Die Landtagsabgeordneten aus Ostholstein sollen gemeinsam dafür sorgen, dass die Lichter bei der Polizei an der Küste nicht ausgehen. Diesen Appell verbindet Timo Gaarz, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, mit einer scharfen Kritik an den Planungen des Innenministeriums zur Stellenreduzierung bei der Wasserschutzpolizei.

„Hier geht es um die weitere personelle Ausdünnung des ländlichen Raumes zu Lasten der Menschen vor Ort. Weniger Sicherheit in einem Küstenkreis aber wäre fatal!“, warnte Gaarz.

Unter Innenminister Stefan Studt (SPD) werde der Stellenabbau bei der Wasserschutzpolizei, insbesondere am Standort Heiligenhafen, noch schonungsloser umgesetzt als als bisher bekannt. Gaarz: „So soll das Revier der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen bis 2020 geschlossen und dem Revier Lübeck-Travemünde zugeschlagen werden. Es ist dann mit einer Personalstärke von nur noch 49 Dienstposten zuständig für die gesamte Lübecker Bucht, den Lübecker Hafen und den Fährverkehr in Puttgarden. Bisher waren in den Revieren Heiligenhafen und Lübeck-Travemünde zusammen 82 Dienstposten.“

Der Wegfall von 33 Stellen und der Station Heiligenhafen seien ein „erneuter Schlag für Ostholstein“ und sogar beängstigend, weil Ostholstein einer der tourismusintensivsten Kreise in der Bundesrepublik sei. Gaarz: „Ein immer stärker zunehmender Wassersporttourismus, die großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der festen Fehmarnbeltquerung, die Überwachung des Gefahrguthafens Lübeck, der Fährverkehr sowie immer neue Aufgaben müssen durch die Polizisten mit immer weniger Personal geschultert werden. Wie soll das alles ohne Einschränkungen für den Bürger funktionieren?“

Der CDU-Politiker monierte, dass die Ankündigung des SPD-Landtagsabgeordneten Lars Winter, sich für die Wasserschutzpolizei in Heiligenhafen einzusetzen, bei der Landesregierung offensichtlich kein Gehör finde. Deshalb müssten jetzt alle Abgeordneten und politischen Entscheidungsträger in Ostholstein gemeinsam und lautstark Position beziehen gegen eine Politik der Inneren „Sicherheit nach Kassenlage“.

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