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Künftiger Markt-Betreiber betont den Willen zu lokaler Kooperation

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 03.Sep.2015 | 14:03 Uhr

Die jüngste Sitzung des Schönwalder Bauausschusses am Mittwoch lässt den Schluss zu, dass der Bau eines neuen Marktes mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche binnen zwei Jahren Realität werden könnte (siehe auch Seite 1). Der vom Ausschuss verabschiedete Bebauungsplan für ein Gelände im Dreieck der Landesstraßen nach Neustadt und Lensahn trifft Kirchenland. Der künftige Betreiber des Marktes, Reimer Jens, und der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Dieter Achtenberg, äußerten sich in der Sitzung zuversichtlich, dass der Verkauf in Kürze einvernehmlich geregelt werde.

Das Familienunternehmen Jens aus Burg hat bislang acht Edeka-Märkte in stark touristisch geprägten Orten wie Heiligenhafen, Weißenhäuser Strand und Niendorf. Hinzu kommen drei Standorte in Rostock und auf dem Darß. Ein Neubau in Großenbrode hat vor wenigen Tagen begonnen. Baustart in Schönwalde könnte Anfang 2017 sein.

800 Quadratmeter Verkaufsfläche seien kein großer Markt, sagte Reimer Jens. Im Bebauungsplan sollen dennoch 1400 Quadratmeter vorgesehen werden: Für eine spätere Erweiterung des Marktes oder zur Ansiedlung eines weiteren Anbieters. Der Kaufmann in fünfter Generation betonte im Ausschuss, dass ihm eine gute lokale Kooperation wichtig sei. Neben Arbeitskräften möglichst aus dem Ort pflege man überall eine gute Zusammenarbeit mit beispielsweise der Jugendfeuerwehr oder Kindergärten.

Beim Verfahren der Bauleitplanung werden für das Planungsbüro Ostholstein und den Planer der Jens-Märkte, Martin Jellinghaus, noch einige offene Punkte zu klären sein. Sie betreffen in erster Linie die Verkehrsanbindung. Die beste Lösung wäre, wie es hieß, ein Kreisel an der Kreuzung der Landesstraßen mit gleichzeitiger Zufahrt für den Markt. Das werde das Land aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bezahlen. Auch der Marktbetreiber könne das nicht leisten, stellte Jellinghaus klar.

Erste Gespräche mit dem Land sähen eine Zufahrt von der L  57 Richtung Lensahn vor. Wünschenswert wäre aber auch eine Zufahrt aus Richtung Neustadt. Problematisch seien bei allen Überlegungen die Höhenunterschiede zwischen Straße und Baugrund.

Wichtig war dem Ausschuss, dass die Sicherung der Fußgänger an der vielbefahrenen Kreuzung nicht vergessen wird: Auch Fußgänger zählten zu den künftigen Kunden.

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