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Jetzt geht es vors Arbeitsgericht : Kündigung für OP-Leiterin nach „Ice Bucket Challenge“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ostholsteiner Klinik wirft Angestellte nach Eiswasser-Erlebnis raus, diese klagt nun vor Lübecker Gericht.

Seit dem Spätsommer haben sich Tausende von Menschen mit Eiswasser überschüttet – und spendeten für die Erforschung der Nervenkrankheit ALS. Denn das ist der Sinn hinter der „Ice Bucket Challenge“. Einer OP-Leiterin einer Klinik im Kreis Ostholstein kostete ihr Eiswasser-Erlebnis jetzt aber den Job – die Frau wehrt sich mit einer Klage gegen die fristlose Kündigung. Vor dem Arbeitsgericht Lübeck wird der Fall am 27. Oktober verhandelt.

Promis, Politiker und Normalos hatten es vorgemacht (siehe Infokasten): Anfang September ließ sich auch die ostholsteinische Krankenhausmitarbeiterin Eiswasser über den Kopf kippen – jedoch nicht im Freien, sondern im OP-Bereich der Klinik. Damit habe sie gegen Hygienevorschriften verstoßen und sei als Führungskraft nicht mehr tragbar, wirft ihr das Krankenhaus jetzt vor.

Außerdem stößt sich die Klinik daran, dass die Frau nicht zum Spenden für ALS aufrief, sondern für ein regionales Tierheim. Damit habe sie gar nicht an der „Ice Bucket Challenge“ teilgenommen.

Ein Angebot, als einfache Krankenschwester im Krankenhaus weiterzuarbeiten, lehnte die Frau ab. Ordentlich sei die Arbeitnehmerin nicht mehr kündbar gewesen, teilte das Arbeitsgericht Lübeck weiter mit. Die OP-Leiterin weist in ihrer Kündigungsschutzklage darauf hin, dass Reinigungskräfte mitgemacht und den Operationssaal direkt nach der Aktion endgereinigt hätten. Er stand ohnehin zur Reinigung an, so
die Ex-OP-Leiterin. Außerdem habe sie sich über das
soziale Netzwerk Facebook nur an ihre engsten Freunde gewandt.

 

 

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erstellt am 17.Okt.2014 | 13:44 Uhr

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