Küchenkontinuität von Byzanz bis Oldenburg

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05. November 2018, 12:16 Uhr

Die Stiftung Oldenburger Wall veranstaltet am Donnerstag, 29. November, den Vortrag „Gurke und Quitte. Die Slawen zwischen Konstantinopel und Starigard als Bewahrer der spätantiken Küche“. Beginn ist um 19.30 Uhr. Die Veranstaltung findet statt in den Oldenburger Werkstätten für angepasste Arbeit, Göhler Straße 39-41. Referent ist Dr. Helmut Kroll. Er ist Archäobotaniker und war Dozent am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel.

Zum Inhalt: Im ersten Jahrtausend nach Christi Geburt passiert in Europa sehr viel, das Römische Reich zerfällt und Völker wandern durch ganz Europa bis nach Nordafrika. Diese Völkerwanderungszeit wird als große Diskontinuität empfunden, weil sie mit tiefgreifenden Zerstörungen verbunden ist. („Ganz Gallien brannte“). Im Osten Europas formieren sich Völker, die nach ihrer hauptsächlichen Verwendung im „zivilisierten“ Raum als die Sklaven bezeichnet werden. Im Englischen ist dieser Zusammenhang noch deutlicher, slave (Sklave) wird nur anders ausgesprochen als Slav (Slawe) und ist nur im Schriftlichen erkennbar durch ein stummes E. Die Oberschicht dieser Slawenvölker übernimmt die Kultur des Byzantinischen Reiches, auch die Landwirtschaft und die Küche. Um diese Küchenkontinuität von Byzanz bis nach Oldenburg/Starigard geht es im Vortrag.

Dr. Helmut Kroll studierte nach dem Abitur 1967 Biologie an der Uni Kiel. Schon bald ergab sich ein Schwergewicht der Studien in der Vegetationskunde mit vielen Exkursionen und Jobs in der vorlesungsfreien Zeit. Durch nachbarschaftliche Kontakte in der Professorenschaft ergab sich eine Zusammenarbeit mit dem Fach Ur- und Frühgeschichte, wo Kroll dann auch promovierte.

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