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Eutin : Küchengarten wird für LGS vorbereitet

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Jan-Henning Wülfken übernimmt die Bewirtschaftung des Nutzgarten nach historischem Vorbild.

Es gibt endlich Gewissheit: Der brach liegende Küchengarten, ein elementarer Teil des Schlossgartens und zugleich im Zentrum des Geländes der Landesgartenschau 2016, wird rechtzeitig neu gestaltet. Gestern hat Jan-Henning Wülfken (Liensfeld) die Südseite des insgesamt 18 000 Quadratmeter großen, von einer Mauer umgebenen Areals mit dem Grubber bearbeitet. So wird der Boden für eine Nutzung als Gemüse- und Obstgarten vorbereitet.

„Nächstes Jahr werden wir als erstes ein Spargelbeet anlegen – weil es eine zweijährige Pflanze ist. Zur Landesgartenschau kann dann 2016 Grün- und Bleichspargel, vielleichtauch Blauspargel geerntet und verkauft werden,“ sagte der 35-jährige Landwirt.

Der Liensfelder hat von der LGS-Gesellschaft den Auftrag bekommen, einen Teil des Küchengartens bis zur Landesgartenschau in einen Nutzgarten zu verwandeln. „Herr Wülfken ist ein Glücksfall, er sieht die Herausforderungen und nimmt sie an“, sagte gestern Stephanie Bolz, zuständige Projektleiterin der LGS. Und sie sei sehr erleichtert, dass es jetzt nicht nur Ideen für den Küchengarten gebe, sondern die Umsetzung eines Konzeptes beginne, das auf Nachhaltigkeit und damit auf einen Fortbestand über die LGS hinaus angelegt sei.

Neben der Anlage von Beeten, die – wie zur Anlage des Küchengartens vor über 200 Jahren – zwischen 370 und 590 Quadratmeter groß sein werden, sollen im Küchengarten 32 Kesselbäume gepflanzt werden; das sind Obstbäume (Apfel, Birne und Kirsche) mit einer offenen Krone, die es im Barock gab und eigens in der Fachschule für Gartenbau in Ellerhoop gezogen wurden. Weiter hält ein anonymer Spender 31 Bäume mit alten Pflaumensorten sowie 68 Halbstamm-Obstbäume bereit. Hinter einer „Klima“-Mauer, die wieder aufgebaut werden soll, sollen außerdem auf der Seite zur Orangerie hin noch Themengärten (Apotheker-Garten und Kleingarten) Platz finden.

„Mir schwebt vor, dass wir hier traditionellen und modernen Gartenbau gegenüberstellen“, verrät Stephanie Bolz und bekundet, dass es noch Spielräume gibt bei der Umsetzung der Pläne. Und Wülfken bekundet jetzt schon Interesse, sich nicht nur zur LGS im Küchengarten zu engagieren.

 

 

 

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erstellt am 22.Nov.2014 | 04:00 Uhr

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