Eutin : Kuchenspenden für die Oper

Das Kuchenbüfett war eine der Attraktionen beim Tag der offenen Türen in der Opernscheune.
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Das Kuchenbüfett war eine der Attraktionen beim Tag der offenen Türen in der Opernscheune.

Beim Tag der offenen Tür der Eutiner Festpiele gab es Süßes und aktuelle Informationen.

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22. Juni 2014, 12:50 Uhr

Die Anfang der 1990er Jahre von der damaligen Bürgervorsteherin Gudrun Kruse begründete Tradition, für die Künstler Kuchen zu backen, wird auch bei den Neuen Eutiner Festspielen fortgeführt. Beim Tag der offenen Türen in der Opernscheune bog sich am Sonnabend der Büfett-Tisch förmlich unter der verführerischen Fülle an Torten und Backwaren, allesamt von Freundinnen und Förderern eigenhändig fabriziert.

Zur Eröffnung der nachmittäglichen Veranstaltung hatte Heinz-Otto Reese, der Vorsitzende des Fördervereins für die Festspiele, vorsichtshalber angemeldet, dass am Ende der Zugriffe auf die Kuchenspenden bitte noch zwei Stücke für ihn übrig sein sollten. Diese Bitte ward ihm erfüllt, aber viel größer war das Angebot nach einer Stunde auch kaum noch. „Ich finde es toll, dass diese Geste des Dankes an die Künstler weiter lebt“, sagte Sonja Meseck. Dafür hat sie selbst in der Bürgervorsteher-Amtszeit ihres Ehemannes und jetzt als Reeses Stellvertreterin viel getan.

Das muntere Zusammenkommen von Ensemblemitgliedern, treuen Unterstützern und neugierigen Gästen in der Opernscheune bot Heinz-Otto Reese auch Gelegenheit, die Beihilfen des Fördervereins zur neuen Saison zu erläutern. Ihr Wert beträgt insgesamt 16.000 Euro; das aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen stammende Geld wird für den Einsatz fünf zusätzlicher Berufssänger und rutschfestes Schuhwerk für Chor, für Feuer-Spezialeffekte bei den „Troubadour“-Vorstellungen sowie Schalldämpfungen für die Bläser-Sektion im Orchestergraben eingesetzt.

Außerdem wurden daraus 100 neue Sitzschalen auf der Tribüne finanziert. Bereits im Vorjahr waren 50 altersschwach gewordene Sitze ausgetauscht worden – Festspiele-Geschäftsführerin Tina Ziegler ist froh, dass ein Hersteller die Plastikschalen weiterhin im Sortiment hat.

Sie betonte den hohen Wert dieser Unterstützung. Aus dem sehr spitz gerechneten Etat der Oper wären die Anschaffungen nicht zu bestreiten gewesen. Zugleich hob sie, ebenso wie Intendantin Dominique Caron, das große Engagement und die Freude hervor, mit der Musiker und Sänger aus aller Welt für die neue Saison probten. „Es kommen hoch motivierte junge Musiker, die viel Leben nach Eutin bringen“, sagte sie.

Sie verwies dabei speziell auch auf das am 28. Juni geplante Gastspiel des amerikanischen Blue Lake-Jugendorchesters in der Rettberg-Kaserne. Da die Bundeswehr überraschend doch keine Unterkünfte stellen kann, werden kurzfristig noch Gasteltern gesucht, die den US-Jugendlichen für drei Tage Quartier und Familienanschluss bieten können.

Für die gut 50 jungen Ensemble-Mitglieder aus der Partnerstadt Lawrence und Korea haben die Festspiele im ehemaligen Hotel „Wiesenhof“ in Fissau ein neues Domizil gefunden, nachdem ein riesiger Wasserschaden das bisher genutzte Bethesda- am Kellersee unbewohnbar gemacht hatte. Weitere Informationen zur Organisation der Saison sowie der Besuch einer „Troubadour“-Bühnenprobe rundeten das Programm ab.

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