Kritik an Planungen zu Beltquerung

Nabu: Femern A/S nimmt Verfahren nicht ernst

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23. November 2015, 00:32 Uhr

Mit deutlicher Kritik haben das Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung und der Naturschutzbund (Nabu) auf das Anhörungsverfahren zu dem geplanten Projekt reagiert, das in der vergangenen Woche nach acht Tagen in Kiel abgeschlossen wurde. Die Untersuchungen des Vorhabenträgers Femern A/S zu den Auswirkungen der Bauarbeiten, vor allem der umfangreichen Baggerarbeiten, auf die Wasserqualität im Fehmarnbelt hätten sich als unvollständig und methodisch fehlerhaft erwiesen, rügte Aktionsbündnis-Sprecher Hendrick Kerlen. Er sprach von gravierenden Lücken in den Unterlagen, etwa bei den Auswirkungen des Tunnelbaus auf die Sicherheit der Schifffahrt.

„Femern A/S unterschätzt ganz offensichtlich das deutsche Planfeststellungsverfahren und nimmt zudem die Anliegen von Bürgern und Verbänden nicht ernst“, kritisierte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Insbesondere bei kontroversen Themenfeldern wie Munitionsaltlasten, der tatsächlichen Auswirkung der Sedimentation auf Natur und Umwelt oder der Schädigung besonders geschützter Schweinswale seien erhebliche Mängel in den vom dänischen Vorhabenträger vorgelegten Unterlagen zutage getreten. Diese müssten nun in einer umfangreichen Planergänzung berücksichtigt werden, die nach Auffassung des Nabu dann zwingend neu erörtert werden müsse.

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