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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 23:55 Uhr

Kritik an einer Schirmherrschaft

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bürgermeister Jens Paustian unterstützt Aktion der „Muslime für den Frieden“

von
erstellt am 24.Sep.2015 | 17:10 Uhr

Muslimische Flüchtlinge aus den Krisengebieten sind in Deutschland willkommen. Das sagte sich auch Plöns Bürgermeister Jens Paustian und übernahm bereitwillig die Schirmherrschaft für einen Ausstellungs- und Vortragsabend der Jugendorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) am 13. Oktober um 19 Uhr in der Aula am Schiffsthal unter dem Motto „Stoppt den Terror! Was lehrt der Islam wirklich?“

Die Mitteilung Paustians über diese Schirmherrschaft am Mittwochabend in der Ratsversammlung hat allerdings bei einigen Ratsleuten für Kopfschütteln gesorgt. Manche fürchten, dass Jens Paustian bei der Zusage seiner Schirmherrschaft die Hintergründe der Initiative nicht bekannt gewesen seien.

Ahmadis glauben fest an die bevorstehende Vorherrschaft des Islam, heißt es in Wikipedia. Der Missionseifer der Ahmadiyya gründe sich in der Vision von Mirza Ghulam Ahmad von der „Eroberung Europas für den Islam“. Das Ziel, 100 Moscheen in Deutschland zu bauen, stehe im Rahmen der weltweiten Missionsanstrengungen.

„Mit geht es um das Verstehen und den Dialog, den wir als Christen auch führen müssen“, sagte Plöns Bürgermeister Jens Paustian auf OHA-Anfrage. Es gehe um gegenseitiges Verständnis. Er empfiehlt kritischen Ratsleuten, ihre Bedenken direkt in der Veranstaltung am 13. Oktober vorzutragen und zu diskutieren. Eine gleiche Veranstaltung in Preetz vor den Sommerferien sei gut besucht gewesen.

Paustian sagte, dass die Ahmadiyya-Gemeinde in Hessen zum Beispiel als erste muslimische Gemeinde 2013 den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts zugesprochen bekam. 2014 sei die Ahmadiyya-Gemeinde in Hamburg den Hessen gefolgt. Mit diesem Status sei die AMJ den christlichen Kirchen rechtlich gleichgestellt.

 

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