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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 19:59 Uhr

Kritik am Tausch von Schulräten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Lehrkräfte-Vertretung und CDU sind überrascht

von
erstellt am 05.Mär.2016 | 15:23 Uhr

„Völlig unverständlich“ und „nicht hilfreich“ lauteten am Wochenende die Reaktionen auf eine Meldung, dass auf Anordnung des Bildungsministeriums am 1. April der Plöner Schulrat Stefan Beeg seine Stelle mit der Kieler Schulrätin Barbara Weber tauschen soll.

Der Bezirksvorsitzende der Interessensvertretung der Lehrkräfte in Schleswig-Holstein (IVL-SH), Dirk Meußer (Plön), zeigte sich überrascht und entsetzt über diese Entscheidung. Schulrat Beeg sei weniger als zwei Jahre in Plön gewesen und solle im laufenden Schuljahr mit seiner Kollegin Weber tauschen.

Meußer: „Eine kontinuierliche Arbeit des Schulamtes ist bei den häufigen Wechseln in diesem Amt unmöglich. Auch die Art des Zustandekommens der Entscheidung wirft Fragen auf.“ Es sei völlig unverständlich, dass die allseits geschätzte Arbeit von Stefan Beeg im Kreis Plön ohne Not ihr Ende finden werde.

Der Schulratswechsel komme überraschend, erklärte Tade Peetz von der CDU-Kreistagsfraktion. Zurzeit seien wichtige Aufgaben wie zum Beispiel die Entwicklung der Deutsch-für-Ausländer-Zentren zu betreuen. Zeitverluste durch Einarbeitung in die örtlichen Gegebenheiten seien nicht hilfreich.

Die Schulaufsicht im Kreis Plön sei in den vergangenen Jahren nicht von personeller Kontinuität geprägt gewesen: Nach der Pensionierung des langjährigen Schulrates Lothar Lamb 2007 seien Eckhard Aleidt bis 2009 und Jürgen Hübner bis 2013 Schulrat gewesen. Bis Mitte 2015 habe der Lübecker Schulrat Helge Daugs den Kreis „mitbetreut“, bevor Stefan Beeg gekommen sei.

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