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Kristin Alheit lobt Konzept der Senioren-Residenz

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 17:56 Uhr

Hohen Besuch empfing jüngst die Senioren-Residenz „Godenbergschlösschen“: Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kristin Alheit (SPD) und die ostholsteinische Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) informierten sich in der Einrichtung der Senator-Gruppe, die Anfang dieses Jahres von der Düsseldorfer Alloheim SE übernommen worden war (siehe Kasten).

Alheit zeigte sich beeindruckt vom Pflegekonzept der Senioren-Residenz: „Die einfühlsame Fähigkeit des Pflegepersonals, den Alltag dementer Menschen mitzugehen, prägen die angenehme Atmosphäre und das familiäre Miteinander dieser Einrichtung mit Vorbild-Charakter“, lobte sie.

Residenzleiter Marco Sievert und Jana Brunner, Gerontopsychiatrische Fachkraft, präsentierten die Besonderheiten der Pflegeeinrichtung, die speziell für Menschen mit Demenz konzipiert und eingerichtet sei. Bei dem Politiker-Besuch ging es vor allem um das Konzept der „Verstehenden Pflege“, bei der Wohl und Würde der Bewohner im Mittelpunkt stehen. Seit über acht Jahren ist die Senator-Residenz für die spezielle Pflege und Betreuung von Demenzerkrankten durch die Akademie für Gerontopsychiatrie zertifiziert.

Kristin Alheit diskutierte offen auch über kritische Themen wie Fachkräftemangel, Personalgewinnung und das gesellschaftliche „Standing“ der Pflegeberufe. Bei einem Rundgang kamen Alheit und Bettina Hagedorn schnell mit den Bewohnern in Kontakt und erkannten sofort, worauf es im Umgang mit Demenzerkrankten, neben der fachlichen Kompetenz, besonders ankommt: „Zuwendung, Verständnis und eine gewisse innere Haltung machen hier den Unterschied“, verdeutlichte Ministerin Kristin Alheit.

Alle Mitarbeiter seien speziell für den Umgang mit Demenzkranken in der so genannten psychobiographischen Pflege geschult, erklärte Sievert. Zu den Besonderheiten des Hauses gehörten außerdem ergotherapeutische Ansätze und Maßnahmen, die in den Alltag eingebunden würden. So stellten die Ergotherapeutinnen im Pflegeteam regelmäßig Anforderungen an die Senioren, die einen physisch und psychisch positiven Nutzen hätten, aber zugleich Überforderung vermieden.

Für hohe Aufmerksamkeit unter den Gästen sorgte das „NachtCafé“ im Godenbergschlösschen – eine für Demenzkranke konzipierte Abendbeschäftigung mit therapeutischen Nutzen. An 365 Tagen im Jahr gebe für all jene Bewohner ein Beschäftigungsangebot, die noch kein Bedürfnis nach Schlaf hätten, erklärte Sievert. Denn oftmals litten Demenzkranke an Unruhe oder fehlender Ein- und Durchschlafbereitschaft. Im Nacht-Café könnten sie so lange aufbleiben, wie sie wollten. Das beschere den Senioren ein weiteres wichtiges Stück Lebensqualität und Normalität.

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