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Ostholsteiner Anzeiger

19. August 2017 | 21:26 Uhr

Kristin Alheit im Kreishaus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Sozialministerin zu Gast beim Kreisseniorenbeirat

„Ich bin heute hier, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Meckern Sie auch ruhig“: Mit diesem Angebot war gestern Landessozialministerin Kristin Alheit (SPD) zum Kreisseniorenbeirat in die Kreisverwaltung Eutin gekommen. Vorsitzender Wilfried Lühr hatte die Einladung mit der Bitte ausgesprochen, die Ziele der Seniorenpolitik des Landes zu erläutern und zur Diskussion zu stellen.

In Anwesenheit der Mitglieder des Kreisseniorenbeirates, einigen Vertretern aus 17 örtlichen Seniorenbeiräten sowie einer Hand voll Gästen schilderte die Ministerin ihre Überzeugung, dass zu wenig nachgedacht werde über die Folgen des demografischen Wandels und die Bedürfnisse eines wachsenden Anteils von älteren Menschen. Für die junge Generation gebe es zum Beispiel eine Schulentwicklungsplanung. Es lohne sich, auch über Strukturen zu sprechen, die für einen wachsenden Seniorenanteil gebraucht würden. Alheit unterstrich, dass die Seniorenbeiräte bei dieser Aufgabe ein wichtiger Berater für die Kommunen sein könnten.

In der Landesregierung gebe es Überlegungen, warum Schleswig-Holstein den höchsten Anteil an Menschen habe, die in stationären Einrichtungen und nicht in der Familie gepflegt würden? Oder wie man dem drohenden Hausarztmangel begegnen könne: Jeder zweite der 1900 Hausärzte im Land sei über 60, Nachfolger für diese Aufgaben stünden nicht gerade Schlange.

In Wortmeldungen von Beiratsmitgliedern und Gästen dominierten drei Themen: Verschlechterungen durch das landesweite neue Notdienstsystem der Apotheken, Lücken im öffentlichen Personennahverkehr sowie eine steigende Zahl von Dienstleistungen, die nur mittels Internet genutzt werden können. Sie sehe durchaus, so Alheit, dass man bei der wachsenden Bedeutung des Internets keine Menschen zurücklassen dürfe. Und es sei gut, wenn Seniorenbeiräte dazu beitrügen, bei älteren Menschen die Lust aufs Internet zu wecken.

Landrat Reinhard Sager hatte die Bemühungen des Kreises für Belange der Senioren geschildert. Dabei nannte er als Beispiel die vor einem Jahr geschaffenen drei Pflegestützpunkte.

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erstellt am 12.Feb.2015 | 13:07 Uhr

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