Ablöse für „Küstenwache“ : „Kripo Holstein“ mit Nordlicht-Kommissarin

Gegensätzliche Charaktere: Mareile Moeller und Björn Bugri (vorne) sind als Nele Wittkamp und Hannes Schulte in der ZDF-Serie „Kripo Holstein“ nicht immer einer Meinung. Zusammen mit den Kollegen Christoph Hagen Dittmann und Katharina Küpper (hinten) sind sie aber ein eingespieltes Team.
Gegensätzliche Charaktere: Mareile Moeller und Björn Bugri (vorne) sind als Nele Wittkamp und Hannes Schulte in der ZDF-Serie „Kripo Holstein“ nicht immer einer Meinung. Zusammen mit den Kollegen Christoph Hagen Dittmann und Katharina Küpper (hinten) sind sie aber ein eingespieltes Team.

Mareile Moeller ist neue Leiterin der „Kripo Holstein“. Die Dreharbeiten zur ZDF-Krimiserie laufen in Ostholstein auf vollen Touren.

shz.de von
24. Juni 2014, 15:05 Uhr

Neustadt | Bisher hat sie meist Verdächtige gespielt und war in einer Serie noch nie in leitender Funktion: Mareile Moeller bringt als neue Chefin der „Kripo Holstein“ zwar eine Menge Erfahrung aus Krimiserien wie „Rosenheim Cops“ oder „Soko Wismar“ mit, aber als Kriminalhauptkommissarin war die gebürtige Staderin noch nie auf dem Bildschirm zu sehen. Nach einem Casting habe man sie im März diesen Jahres aus vielen Bewerbern herausgefischt, sagt Moeller – wegen ihrer Herkunft. Als Nordlicht passe sie perfekt in die Serie. Und schon wenige Wochen später steht die Potsdamerin jetzt in Neustadt als Nele Wittkamp vor der Kamera.

In der zweiten Staffel der ZDF-Serie „Kripo Holstein“ ist Moeller die Leiterin einer kleinen Ermittlertruppe. Kriminaloberkommissar Hannes Schulte – gespielt von Björn Bugri – ist in die zweite Reihe zurückgetreten. „Und das schmeckt ihm überhaupt nicht“, sagt Bugri über seine Rolle. Schulte und Wittkamp seien sehr gegensätzliche Typen, so Bugri. „Aber sie ergänzen sich sich sehr gut“, sagt Moeller. Kleine Reibereien und Machtkämpfe würden den Reiz der neuen Staffel ausmachen. Ansonsten bliebe die Serie sich treu. „Es wird erpresst, gemeuchelt, gemordet“, sagt Björn Bugri und ergänzt augenzwinkernd, dass Wittkamp nicht zufällig auf Schulte trifft.

Die Innenaufnahmen entstehen in Neustadt, wo auch die „Küstenwache“ seit 1997 gedreht wurde. Für die Außenaufnahmen wird das Gemeindehaus neben der Kirche des wenige Kilometer entfernten Dorfes Altenkrempe zur „Kriminalpolizei Holstein“. 15 Folgen werden noch bis zum 10. Oktober gedreht. Für diese Zeit sind die Schauspieler und das Team in Ostholstein zu Hause. „Wir arbeiten da, wo andere Urlaub machen“, sagt Bugri.

Insbesondere den Zuschauern im Norden soll durch die Krimireihe Heimatgefühl vermittelt werden, sagte Regisseur Daniel Drechsel-Grau. Alle 36 Gemeinden des Kreises Ostholstein sollen im Lauf der Serie mal Schauplatz eines Falles werden. Zu sehen sind die neuen Folgen bereits ab 1. Oktober – immer mittwochs ab 19.25 Uhr im ZDF.

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