Krieg und Flucht – 1945 und heute

Mit den Pferden übers zugefrorene Haff:  Was im ARD-Zweiteiler „Die Flucht“ nachgestellt wurde, ging es tatsächlich im Winter 1945 zu. Nur wenige Trakehner Pferde überstanden den Treck durch Eis und Schnee. Die wenigen Tiere legten die Basis für die heute so erfolgreiche Trakehner-Zucht.
Mit den Pferden übers zugefrorene Haff: Was im ARD-Zweiteiler „Die Flucht“ nachgestellt wurde, ging es tatsächlich im Winter 1945 zu. Nur wenige Trakehner Pferde überstanden den Treck durch Eis und Schnee. Die wenigen Tiere legten die Basis für die heute so erfolgreiche Trakehner-Zucht.

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03. Februar 2015, 11:34 Uhr

Krieg und Flucht: Wer kann davon aus dem eigenen Leben erzählen? Die es selbst erlebt haben. Unter dem Begriff „Zeitzeugen“ haben das in den letzten Jahren mehr und mehr Menschen getan. Der Friedenskreis Eutin lädt am Mittwoch, 11. Februar, 19.30 Uhr, zusammen mit der Kreisbibliothek, dem Arbeitskreis 27. Januar und Amnesty International zu einem Abend in der Kreisbibliothek Eutin ein.

Menschen aus den eigenen Reihen werden erzählen: „Zeitzeugen unter uns: Krieg und Flucht – 1945 und heute“. Fünf Schicksale werden geschildert werden: Eine Geburt und abenteuerliche Rettung; die Flucht eines Afghanen aus Kabul, der jetzt bei uns lebt und arbeitet; der Flüchtlingstreck einer pommerschen Familie durch das Chaos von Kriegsende und sowjetischen Truppen; der fast zweijährige Fluchtweg eines jungen Mannes aus Somalia durch die Sahara und Libyen mit Gefängnissen und dem Weg übers Mittelmeer in einem Schlauchboot und schließlich der Aufnahme in einer deutschen Familie; am Ende die Schilderung eines Mitbürgers, der nach der Bombardierung Hamburgs 1943 Soldat wurde und das Ende der Kämpfe im Rheinland erlebte und für tot erklärt wurde.

Dies ist eine kleine Zahl von Schicksalen von Menschen, die hier leben. So verschieden, wie sie klingen, so ähnlich ist ihre Grunderfahrung von gnadenloser Gewalt und Lebensangst, die sie 1945 genauso wie heute dazu trieben, ihre Heimat aufzugeben, oft auch Familie und Freunde zurückzulassen und als Fremde in eine unbekannte Zukunft zu fliehen. „Es sieht nicht so aus, als ob die Welt heute friedlicher wird“, sagen die Veranstalter, die sich freuen, wenn diese Schicksale auch junge Menschen interessieren.

Bei dem Vortrag wird es für die Zuhörer Gelegenheit geben, Fragen zu stellen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

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