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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Kreuzfeld: Vorstand bekräftigt sein Nein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Erweiterung des Kiesabbaugeländes und neues Gewerbegebiet wird abgelehnt

von
erstellt am 05.Aug.2014 | 11:03 Uhr

Der Dorfvorstand von Kreuzfeld hat seine ablehnende Haltung zu einer Ausweitung der Kiesabbaufläche bekräftigt. In einer Sitzung Ende Juli ist das Gremium, wie Dorfvorsteher Wilfred Knop mitteilt, zu der Überzeugung gekommen, dass es keine Notwendigkeit für eine Ausweisung der Kiesabbauflächen über die bestehende, noch lange nicht ausgenutzte Genehmigung hinaus gebe. Der Dorfvorstand fordert die Gemeinde auf, die dazu erfolgten Ausführungen des Fachvertreters des Kreises Ostholstein zügig planerisch umzusetzen. Dabei wäre auch zu prüfen, ob vor allem in Hinsicht auf den absehbaren Lärm überhaupt eine Genehmigung für die zu verlegende Motorsportanlage im Landschaftsschutzgebiet möglich wäre.

Kreuzfeld hat bereits einen gültigen Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet. Ein weiterer Bedarf liegt nach Auffassung des Dorfvorstandes weder örtlich, noch aus der Gemeinde heraus vor. Ob die vorhandene und die zusätzlich gewünschte Gewerbefläche zu einer gemeinsam getragenen Lösung zusammengeführt werden kann, müsse noch in Gesprächen mit Vorhabenträger, Gemeinde und Dorfschaft geklärt werden.

Der Planungsausschuss der Gemeinde Malente hatte – wie ausführlich berichtet – im Januar die Änderung des kommunalen Flächennutzungsplanes beschlossen. Dabei sollen Pläne des Kreuzfelder Kiesabbauunternehmens zur Erweiterung der Kiesabbauflächen, die Schaffung eines Gewerbegebietes in einem Teil des Abbaugebietes und eine Verlegung der Motocross-Anlage planungsrechtlich abgesichert werden. In einer Dorfschaftsversammlung im Mai war deutlich geworden, dass diese Pläne so keine Zustimmung im Dorf finden. Viele Kreuzfelder fürchte-ten weitere Beeinträchtigungen der Natur und forderten eine Einstellung des stark lärmbelästigenden Motorsports auf dem Kiesgrubengelände.

Dorfvorsteher Wilfred Knop: „Ich kann nur meine Worte aus der Dorfschaftsversammlung wiederholen: So eine Planung geht nur mit und nicht gegen das Dorf. Der Dorfvorstand steht für offene Sachgespräche mit allen Beteiligten bereit.“

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