Krematorium: „Diskussion offen führen“

Nach Absage für den Bau übt SPD-Ortsverein Kritik

shz.de von
14. März 2017, 13:33 Uhr

Die Diskussionen um den Bau eines Krematoriums in Ahrensbök reißen nicht ab. Mehrere Bestatter hatten im Gewerbegebiet Barghorst 2,6 Millionen Euro investieren wollen, auch die Ahrensböker Verwaltung sprach sich für den Bau aus. Doch vor kurzem kam die Absage von Bürgermeister Andreas Zimmermann: Er befürchtete einen Image-Schaden für die Gemeinde.

Obwohl eigentlich bereits durch die Positionierung des Bürgermeisters und die Aussagen der CDU und FWG Fraktion erledigt, scheint das Thema „Krematorium Ahrensbök“ weiterhin auf der Agenda zu stehen. Die SPD Ahrensbök bedauert nun, dass diese Diskussionen nicht dort stattfinden können, wo sie offen und transparent hätten geführt werden können „und wo alle interessierten Bürger beteiligt gewesen wären: in den politischen Gremien“, sagte Johann Rademacher von der SPD Ahrensbök.

Nach Auffassung der Sozialdemokraten wäre es wichtig gewesen, die Diskussion nicht von vornherein abzublocken, sondern den politischen Austausch zu diesem sensiblen Thema zuzulassen. „Man hätte die Faktenlage unter Einbeziehung von Sachverständigen ermitteln können – Stichwort Gesundheitsgefährdung/Emissionen und das Für und Wider unter Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit für den Standort Ahrensbök bestimmen können“, so Rademacher. Dieser Abwägungsprozess hätte offen geführt werden sollen. Auch die Frage, welche weiteren Gewerbebetriebe haben eine Chance, sich zukünftig für ein Grundstück im Gewerbegebiet zu bewerben, wäre laut Meinung der SPD nicht negativ belegt. „Man hätte keine Investoren verschreckt und viel für das Image der Gemeinde Ahrensbök dadurch getan, dass man den Mut gehabt hätte, sich auch schwierigen Themen offen zu stellen“, so Rademacher.


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