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Kreisverkehr oder Ampel: Welche Lösung ist die beste für die Elisabethstraße?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2017 | 00:30 Uhr

Die Elisabethstraße in Eutin gilt als meistbefahrene Straße der Stadt: Zu Spitzenzeiten fahren im Kreuzungsbereich Höhe Hospitalstraße und Zufahrt zum Bahnhof rund 1300 Autos. „Die Kreuzung ist an ihrer Belastungsgrenze und Leistungsqualität“, sagte Verkehrsplaner Ronald Mehling im Bauausschuss am Mittwochabend. Diese Kreuzung sei der am zweitstärksten belastete Knotenpunkt Eutins, so der Experte.

Nach den Untersuchungen und der Prognose, welcher Verkehr zu erwarten sei, wenn am Alten Güterbahnhof die Dreifeldhalle stehe, kommt Mehling zu dem Schluss, „dass dringender Handlungsbedarf“ bestehe. Die beiden Möglichkeiten, die er dem Gremium vorstellte, unterschieden sich letztlich in den Kosten. Ein Kreisverkehr sei denkbar, aber mit rund 370  000 Euro mehr als vier Mal so teuer wie eine Ampelanlage für 90  000 Euro an der Kreuzung. Mehling: „Der Vorteil des Kreisverkehres wäre es, dass die Geschwindigkeit automatisch davor reduziert werden müsste. Bei einer Ampel kann man gerade nachts einfach durchrauschen.“ Das Problem bei einem Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 26 Metern ist der Platz. Parkflächen auf der Bahnhofsseite müssten dafür weichen. Die Wartezeiten bei einem Kreisel wären allerdings nicht so hoch, wie an einer Ampel. Kathrin Pitzner (CDU) zeigte sich angetan von der Kreiselidee: „Gerade nachts wird da sehr schnell gefahren. Und die eingezeichnete Querung für die Fußgänger ist auch klasse. Die sieht man jetzt immer so schlecht.“ Detlef Kloth (SPD) bedauerte, dass das Gutachten noch keine Zahlen bei einer Krankenhauserweiterung enthalte. Ein Kreisverkehr nehme Parkplätze weg. Dessen Notwendigkeit sah Kloth daher ebenso wenig wie Jackie Meyer (FDP).

Für Thomas Koebke (FWE) ist der Kostenfaktor bei der Stadtverschuldung ein K.o.-Kriterium. Tilo Hegenberg (Grüne) bedauerte, dass nur der Auto-, nicht aber der Rad- und Fußgängerverkehr in die Betrachtung einbezogen worden sei. Jens-Rose Zeuner, Vorsitzender des Mobilitätsbeirats, merkte an, dass es letztlich nicht jeden der eingezeichneten Zebrastreifen geben werde, wenn die notwendige Frequenz an Fußgängern fehle. „Das Problem hatten wir mit dem Kreis doch auch schon an der Kreuzung Riemannstraße/Holstenstraße“, erinnerte er. Ein Beschluss dazu wird in einer der nächsten Sitzungen erwartet. Würde 2018 geplant werden, könnte der Umbau 2019 stattfinden, sagte der Verkehrsplaner.

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