zur Navigation springen
Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 03:45 Uhr

Kreistag setzt sich für Hochsee-Angler ein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Resolution einstimmig verabschiedet – allerdings sorgten Grüne für Verdruss

shz.de von
erstellt am 17.Mär.2016 | 09:06 Uhr

Eigentlich war alles klar: Alle Fraktionen des Kreistages hatten sich – selten genug – auf den Text einer Resolution geeinigt. Mit der werden weitere Einschränkungen beim Freizeitangeln in der Ostsee abgelehnt.

Doch bevor diese Resolution am Dienstag auch einmütig verabschiedet wurde, kam es durch die Redefreude der Grünen zu einer Verstimmung. Mit ihren Wortmeldungen hätten die Grünen eine Vereinbarung im Ältestenrat gebrochen, schimpfte der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Burkhard Klinke. „Wenn solche Absprachen nichts mehr gelten, dann können wir uns den Ältestenrat auch sparen.“

Die Resolution zielt gegen Bestrebungen des Bundesumweltministeriums, die Angelmöglichkeiten für Freizeitangler auf Ost- und Nordsee aus Gründen des Naturschutzes stark einzuschränken. Der Angeltourismus spiele traditionell in der Region rund um Fehmarn eine bedeutende wirtschaftliche Rolle, heißt es in der Begründung des Resolutionstextes. Allein aus Heiligenhafen starteten jedes Jahr rund 50  000 Fahrgäste zu Hochseeangelfahrten, weiterer 20  000 aus Fehmarn kämen hinzu. Nach Schätzungen des Thünen-Instituts in Rostock wären rund 250  000 Angelgäste von Einschränkungen beim Hochseeangeln betroffen.

Vor der Abstimmung ergriff der Grünen-Abgeordnete Peter Sauvant das Wort und forderte den Kreistag auf, er möge sich auch gegen einen wachsenden Eintrag von Lebensmitteln durch Menschen in die Ostsee aussprechen.

Nachdem dieser kurze Redebeitrag viele Fragezeichen in Gesichter von Kreistagsabgeordneten gezeichnet hatte, setzte Monika Obieray nach: Die Fraktionssprecherin der Grünen schilderte noch einmal den Zweck der Resolution und führte aus, dass der Fehmarnbelt zwar eine empfindliche, schützenswerte Meerenge sei, aber das Freizeitangeln den Schutzzielen nicht entgegen stehe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen