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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 22:35 Uhr

Kreis Plön kündigt die Entscheidung an

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vermögensauseinandersetzung könnte Kassen in Ascheberg und Bösdorf füllen

Die sitzungslose Zeit der Sommerpause geht auch in den kommunalpolitischen Gremien zu Ende und die Politiker beschäftigen sich mit ihren Haushalten. Den Gemeinden Ascheberg und Bösdorf allerdings fehlen dafür noch wichtige Zahlen auf der Einnahmenseite: das Geld aus dem Vermögensausgleich nach dem Abschied vom Amt Großer Plöner See.

Ascheberg erwartet nach dem Ausscheiden aus dem Amt auf Grundlage eines gemeinsam in Auftrag gegebenen 77-seitigen Gutachtens über den Wert des Amtsgebäudes einen Vermögensausgleich von 133 575 Euro und Bösdorf 62 478 Euro. Doch das Amt tut sich schwer und klammert sich an ein zweites Gutachten, das den Wert des Amtsgebäudes mit 250 000 Euro angibt und damit um 140 000 Euro geringer ausfällt.

Doch jetzt hat die Kommunalaufsicht des Kreises Plön ein „Machtwort“ gesprochen und eine Entscheidung zügig nach dem 18. September angekündigt. Bis dahin haben die beiden Gemeindevertretungen aus Bösdorf (9. September) und Ascheberg (18. September) sowie das Amt noch Gelegenheit, sich auf einen vom Kreis vorgelegten Kompromissvorschlag zu einigen.

Bösdorf hatte dem Kompromissvorschlag der Kommunalaufsicht mit zwei zu zahlenden Raten des Amtes einst zugestimmt. Doch scheint sich das Blatt nach Monaten der unschönen Auseinandersetzung zu wenden. Im nächsten Finanzausschuss der Gemeinde Bösdorf steht jedenfalls zur Diskussion, den alten Beschluss aufzuheben und die Summe in einer Zahlung zu erhalten.

Das Amt bat im Verlauf der vergangenen Monate immer wieder um Fristverlängerungen, ließ das gemeinsam mit Ascheberg und Bösdorf in Auftrag gegebene Gutachten vom 24. April 2013 zwischenzeitlich rechtlich prüfen und kritisierte erneut jetzt wesentliche Bereiche als „unschlüssig“ oder sogar „zwingend erläuterungsbedürftig“. Die Kommunalaufsicht winkte genervt ab. Sie sei auch nicht Auftraggeberin des Gutachtens und wolle jetzt zügig entscheiden. Das Amt sei mehrfach aufgefordert worden, Zweifel am Gutachten zu belegen – offensichtlich ohne Erfolg, schrieb Dr. Yvonne-Maria Wiegner.


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erstellt am 21.Aug.2014 | 17:43 Uhr

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