Kreis: Kein Plastik in die Biotonnen

In Biomüll gehört kein Plastik.
In Biomüll gehört kein Plastik.

Plastikabfälle tragen zur Meeresverschmutzung bei

von
02. Juli 2018, 14:58 Uhr

Wieder krabbeln die Maden durch die Biotonne. Es riecht unangenehm. Es sieht gerade in der warmen Jahreszeit nicht gerade appetitlich aus - aber Plastik hilft in den Biotonnen auch nicht. Darauf macht der Kreis Plön aufmerksam.

Wer nicht selbst kompostiert, hat seine organischen Küchen- und Gartenabfälle dem Amt für Abfallwirtschaft des Kreises Plön zu überlassen. Etwa 80 Prozent der Grundstücke im Kreis sind mit Biotonnen ausgestattet, 20 Prozent der Grundstückseigentümer kompostieren selbst.

Mit den Biotonnen werden wertvolle organische Rohstoffe gesammelt, die energetisch genutzt werden und die der Herstellung von natürlichem Kompost dienen. Der Kompost wird als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht. „So wird Kunstdünger eingespart wird“, teilte der Kreis mit. Bei der Verarbeitung zu Kompost handele es sich um einen perfekten Abfallwirtschaftskreislauf: Aus organischen Abfällen würden Energie und Dünger erzeugt.

Dieser Kreislauf werde aber zunehmend durch Plastikabfälle, die über die Biotonne mitentsorgt werden, gestört. Plastikabfälle, die aus Unwissenheit, aus Versehen oder auch aus Bequemlichkeit mit einer Gurke mit Schutzhülle über die Biotonne entsorgt werden, tragen zunehmend zur Verschmutzung der Umwelt mit Plastikabfällen bei. Auch wenn die Bioanlagenbetreiber versuchen, Störstoffe aufwendig und kostenintensiv herauszufiltern, gelangen immer noch Plastikabfälle in die Umwelt.

Untersuchungen belegen, dass die überwiegende Verschmutzung der Meere mit Mikroplastik ursprünglich von Land her über Gewässer und Flüsse erfolgt. Auch Plastikabfälle, die fälschlicherweise über die Biotonne mitentsorgt werden, tragen letztendlich zur Meeresverschmutzung bei.

Deshalb appelliert die Abfallwirtschaft an alle Nutzer der Biotonne: Kein Plastik in die Biotonne. Hierzu zählen auch Bioplastikbeutel. Sie würden aus Biokunststoffen hergestellt, die auch in technischen Kompostierungsanlagen nicht vollständig abgebaut werden.

Und die Maden? Einfach Rasenschnitt auf den Bioabfall und schon können Fliegen keine Eier mehr legen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen