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Kreis erbt 16 Hektar Land für Natur- und Umweltschutz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es kommt nicht oft vor, dass eine Kommune mit solch einer Erbschaft bedacht wird: Ein 74-jähriger Naturliebhaber und Umweltschützer aus Malkendorf in der Gemeinde Stockelsdorf hat laut Testament dem Kreis Ostholstein seinen einst vom Vater geerbten Resthof samt 16 Hektar landwirtschaftlicher Fläche vererbt. Alles unter der Bedingung, vorhandene Biotope zu erhalten und zusätzliche Naturschutzmaßnahmen auf Teilflächen umzusetzen, um die Artenvielfalt zu erhöhen.

„Er muss ein sehr belesener und netter Mensch gewesen“, sagt Bernd Straßburger, zuständiger Fachbereichsleiter des Kreises, nach dem Lesen des handschriftlichen Testaments. Der Besuch des Resthofs und der Gebäude habe den Eindruck bestätigt. Reihenweise Literatur über Naturschutz weltweit stehe im Regal, an jedem Baum sei ein Kasten für verschiedenste Vogelarten. Auch den Kreis und dessen Engagement in Sachen Umwelt- und Naturschutz habe der Verstorbene verfolgt, wie gefundene Unterlagen belegen. Direkte Angehörige habe der 74-Jährige nicht gehabt. Straßburger: „Es ist ein wirklich ehrenswerter Ansatz, sich für den Naturschutz einzusetzen. Wir nehmen das Testament sehr ernst und das uns entgegengebrachte Vertrauen wollen wir mit Leben füllen.“ Nach den Worten von Landrat Reinhard Sager verdienen die testamentarischen Verfügungen des Verstorbenen höchsten Respekt und Anerkennung. Sie zielen darauf ab, die zu Lebzeiten bereits begonnenen Aktivitäten zur Schaffung und Bewahrung von Lebensräumen für zahlreiche Tierarten nachhaltig zu sichern und weitere Ideen im Sinne des Naturschutzes (Amphibiengewässer und Gehölzpflanzungen) umzusetzen.

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erstellt am 19.Okt.2015 | 14:26 Uhr

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