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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 03:52 Uhr

Kreativität hilft im Kampf um Gäste

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Landräte aus Ostholstein und Plön unternahmen ihre traditionelle Tourismusbereisung

Die Plöner Landrätin Stephanie Ladwig und ihr Ostholsteiner Amtskollege Reinhard Sager besuchten im Zug ihrer jährlichen Tourismusbereisung das Jugendaufbauwerk Koppelsberg bei Plön, den Hof Viehbrook in der Gemeinde Rendswühren und das Seehotel „Dreiklang“ in Ascheberg. Sie waren sich einig, dass gute Ideen ein wichtiges Pfund im Wettbewerb um Gäste sind.

Zugleich sind beide überzeugt, dass sich das neue
Logo des Landes Schleswig-Holstein nicht für das Standortmarketing der Kreise Plön und Ostholstein anwenden lässt: „Die bewährten Markenbegriffe Holsteinische Schweiz und Ostsee lassen sich in ihrer Einzigartigkeit nicht unter die Dachmarke ,echter Norden‘ unterordnen“, äußerten beide.

Auf dem Koppelsberg sprachen die beiden Landräte mit Christian Lange, Leiter des Jugendaufbauwerks. In dieser komplett aus Drittmitteln finanzierten Einrichtung in Trägerschaft der Kirche werden Jugendliche auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Lange schilderte Erfolgsrezepte bei der Akquise internationaler Förderprojekte und die jüngste Idee eines kooperativen Inklusions-Hotelprojektes, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten sollen.

Das Thema Integration wird nach Ansicht von Landrätin Ladwig und Landrat
Sager als Tourismusansatz nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Das werde dem Jugendaufbauwerk eine erfolgversprechende Positionierung ermöglichen.

Als Leuchtturmprojekt der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz hatte das Konzept eines ländlichen Kultur-, Bildungs- und Erlebniszentrums des Hofes Viehbrook in Rendswühren sogar deutschlandweit Maßstäbe gesetzt. Auf der alten Hofstelle der Familie Voß ist eine bunte Mischung aus Landwirtschaft, Pädagogik, Gastronomie, Freizeit und Tourismus entstanden, die zur Steigerung der Lebensqualität, der Nahversorgung und der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum beiträgt. Die beiden Landräte lobten besonders den Mut der Betreiber, ein innovatives Nutzungskonzept mit erheblichen eigenen Investitionen auf die Beine gestellt zu haben, das sich nun basierend auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – als Erfolgsrezept erwiesen habe.

Im Seehotel Dreiklang schilderte Dana Schmieder den beiden Besuchern, warum das Hotel als einziges Bio-Hotel in Binnenland und an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins zertifiziert worden sei. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal solle im Wettbewerb um den Gast eine stetig wachsende Zielgruppe angesprochen werden, die vermutlich den Reisemarkt der Zukunft prägen werde. Mit der Einhaltung von Mindeststandards, darunter der Einsatz von Produkten aus zertifizierter, biologischer Landwirtschaft oder in den Bädern Shampoo, Seife und Pflegecremes aus zertifizierter Naturkosmetik werde zugleich eine nachhaltige Wirtschaftsweise im Betrieb umgesetzt.

Landrätin Stephanie Ladwig zeigte sich beeindruckt von den drei Besuchsstationen: „Die auf dem Koppelsberg, dem Hof Viehbrook und im Bio-Hotel Dreiklang entwickelten Ideen haben uns wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, was für eine touristische Vielfalt in unserer Region steckt. Mit viel Herzblut, Engagement und teilweise auch erheblichen Investitionen haben die drei Einrichtungen hervorragende Ideen entwickelt und sind dabei, ein unverwechselbares Angebot mit einer klaren Positionierung zu schaffen.“

Auch Landrat Sager zog ein positives Fazit und unterstrich die Notwendigkeit, eine touristische Vielfältigkeit in beiden Kreisen zu entwickeln: „Auch wenn der diesjährige hervorragende Sommer die zentrale Botschaft vermittelt hat, dass Urlaub in der Holsteinischen Schweiz und an der Ostsee immer lohnenswert ist, bleiben wir als vom Wetter abhängige Tourismusregion auf diese Kreativität im Wettbewerb um den Kunden dringend angewiesen.“

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erstellt am 25.Sep.2013 | 00:31 Uhr

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