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Ostholsteiner Anzeiger

22. Oktober 2017 | 19:58 Uhr

Krankenstand: Mehr Fehltage in Ostholstein

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Daten aus Gesundheitsreport vorgestellt

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 10:59 Uhr

Im Schnitt blieben die Menschen im Kreis Ostholstein im vergangenen Jahr 18,3 Tage krankheitsbedingt zu Hause. Das geht aus den lokalen Vorab-Daten des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Damit sind die Fehlzeiten im Kreis im Vergleich zu 2015 nicht nur um 0,2 Tage gestiegen, sondern auch deutlich höher als der Landesschnitt – und zwar um neun Prozent.

Auch die Nachbarn im Kreis Plön und Kreis Segeberg weisen mit je 17,6 und 17,5 Fehltagen einen hohen Wert auf, Stormarn dagegen bleibt mit 15,9 Tagen unter dem Landesschnitt (16,7 Tage).

Der Kreis Ostholstein gehört dabei zu den wenigen Regionen, an denen ein leichter Anstieg der Fehltage zu verzeichnen ist. Landesweit ist die Anzahl der Fehltage dagegen seit Langem erstmals wieder leicht gesunken – und
zwar um 0,6 Prozent auf durchschnittlich 16,7 Fehltage im vergangenen Jahr. In einige Städten und Kreisen ist der Rückgang noch deutlicher: Im Kreis Herzogtum Lauenburg zum Beispiel von 18,2 auf 17,5 Tage oder aber in Neumünster von 19,7 auf 18,2 Tage. Für den Krankenstand verantwortlich sind insbesondere Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, zu denen auch Rückenschmerzen zählen, psychische Erkrankungen sowie Krankheiten des Atmungssystems. Deutschlandweit waren es nur 15,3 Tage, an denen die Menschen wegen Krankheit zu Hause blieben – das sind fast zehn Prozent weniger als im nördlichsten Bundesland.

Der Rückgang der Fehlzeiten 2016 ist in erster Linie zurückzuführen auf eine geringere durchschnittliche Dauer von Arbeitsunfähigkeitsfällen. Erwerbspersonen waren im vergangenen Jahr ähnlich häufig wie 2015 krankgeschrieben, im Schnitt jedoch etwas kürzer als im Vorjahr.

Bei den Daten handelt es sich um Vorab-Daten aus dem TK-Gesundheitsreport 2017. Der vollständige Bericht erscheint im Juni. Grundlage des Berichts sind die 4,8 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I.

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