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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 22:21 Uhr

Krähen krächzen weiter

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ratsversammlung hat kein Einsehen mit Klagen der Anwohner der Eutiner Straße in Plön

von
erstellt am 11.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Das Krächzen und das Koten der Krähen in der Eutiner Straße in Plön gehen weiter. Genervte Anwohner hatten erreicht, dass sich die Ratsversammlung mit diesem Thema befassen muss. Das tat sie am Mittwochabend auch – allerdings ohne durchschlagenden Erfolg für die Beschwerdeführer. In der Eutiner Straße bleibt alles so, wie es ist.

Bereits Anfang Juni hatte sich der Anwohner der Eutiner Straße in Plön über die Ausbreitung der dortigen Krähenkolonie beschwert. Allerdings musste er im Oktober noch einmal nachfassen, weil das Schreiben offenbar in der Plöner Stadtverwaltung untergegangen war. Es ging dabei um die Lärm- und Schmutzentwicklung. Beides sei nicht förderlich für den Tourismus. Besonders der Dreck auf der Straße und auf den Autos nerve. Hilfe sollte eine Einkürzung der Kronen der Platanen bringen.

„Saatkrähen gehören zu den Singvögeln“, wunderte sich auch Plöns Umweltbeauftragter Achim Kuhnt. Er berichtete, dass Schleswig-Holstein das Land mit der höchsten Dichte von Saatkrähen in Deutschland sei. Dabei folgten die Saatkrähen den Menschen wegen des besseren Nahrungsspektrums vom Land in die Stadt in die dortigen Parkanlagen und Alleen. „Die Saatkrähen unterliegen nicht dem Jagdrecht in Schleswig-Holstein“, sagte Kuhnt.

In Plön wurden 1990 schon knapp über 600 Krähen-Nester gezählt. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 146 Nester – unter anderem 39 an der Johanniskirche, 48 am Schlosshang, 22 am Stadtgraben, 19 in der Eutiner Straße, 9 an der Krabbe, 8 an der Grundschule und ein Nest am Markt. Ein Baumschnitt in der Eutiner Straße, so Achim Kuhnt, wäre nicht
nur zu aufwendig, sondern nach der Baumschutzsatzung auch unzulässig. Die passable Platanen-Allee stelle zudem einen geschützten Landschaftsbestandteil dar. Der Verkehrslärm von der B  76 übertöne meist das Krächzen der Krähen. Kuhnt: „Es ist schwierig, die Ansiedlung von Saatkrähen zu lenken.“

Vor der Abstimmung ergriff CDU-Ratsherr Oliver Hagen aus der benachbarten Rosenstraße das Wort. Er habe vor zwei Jahren bereits den Rückschnitt der Platanen in der Eutiner Straße vorgeschlagen – vergebens. Deshalb stimmte Hagen mit vier weiteren Ratsleuten gegen 15 Gegner eines Baumbeschnittes in der Eutiner Straße.  

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