Kräftig strampeln für eine gute Idee

Sie treten bei der Transalp an: (hinten von links) Udo Hier, Dörte und Klaus Stecker, Jörg Hagelweide, hier mit dem Organisationsteam Radmarathon Bimbach (vorne).
Sie treten bei der Transalp an: (hinten von links) Udo Hier, Dörte und Klaus Stecker, Jörg Hagelweide, hier mit dem Organisationsteam Radmarathon Bimbach (vorne).

Klaus Stecker, Chefarzt der August-Bier-Klinik, geht erneut bei der„Transalp“ an den Start und verbindet das mit einer Spendensammlung

shz.de von
19. Juni 2014, 15:17 Uhr

Der Chefarzt der Malenter August-Bier-Klinik, Dr. Klaus Stecker, und seine Frau Dörte Malten-Stecker, treten von Sonntag, 29. Juni, bis Sonntag, 6. Juli, wieder kräftig in die Pedale. Im „Misereor“-Team starten sie mit ihren Rennrädern bei der Tour Transalp, von den Veranstaltern als „spektakulärstes Jedermann-Radrennen in Europa“ gepriesen. Acht Radfahrer gehören zum Team, das radelnd Spenden für das Misereor-Hilfswerk und bedürftige Kinder in Afrika sammelt. Motto: „Mut zu Taten. Mit kleinen Dingen großes Bewirken“.

„Das Schöne daran ist, dass wir auch schon mit kleinen Summen, wie etwa einer 2-Euro-Spende, einem Kind helfen können, eine Woche lang satt zu werden“, sagt Dörte Malten-Stecker, die
Initiatorin der Spendenidee. Das in Plön lebende Ehepaar Stecker engagiert sich bereits seit mehreren Jahren auf sportlichem Wege für karitative Zwecke. Bei der Transalp sind sie zum dritten Mal am Start: „Die Mischung aus sportlich gelebter Herausforderung und der Tatsache, gleichzeitig etwas zu tun für Menschen, die um ihr Überleben kämpfen, das sind Werte, für die es sich lohnt, sich die Berge hochzuquälen“, findet die Allgemeinärztin Dörte Malten-Stecker.

Und quälen müssen sich die acht Teilnehmer: Auf der 823 Kilometer langen Strecke sind 19 200 Höhenmeter zu überwinden. Die Tour, die in Mittenwald beginnt und in Arco am Gardasee endet, führt über zahlreiche Pässe, darunter das 2500 Meter hohe Timmelsjoch, wo noch einige Schneereste und frischere Temperaturen zu erwarten sind. Kaum zu glauben: Klaus Stecker ist mit 55 Jahren bei weitem nicht der älteste Teilnehmer im Team, der die Strapazen auf sich nimmt: Das ist der 77-jährige Udo Hier aus Bammental (Baden-Württemberg).

Um die Anstrengung zu meistern, haben sich die Steckers lange und intensiv vorbereitet: Neben allgemeinem Winterfitnesstraining und Spinning standen über 4000 Kilometer bei Radtouristikfahrten im Marathonbereich, also zwischen 150 und 350 Kilometern, auf dem Programm.

Die Spenden, die das Misereor-Team sammelt, sollen dem afrikanischen Jugendfarmprojekt „Goedgedacht“ übersetzt „gute Idee“, nahe Kapstadt, zugute kommen. Dort erleben Kindern und Jugendlichen mit professioneller Hilfe in der Gemeinschaft soziales Lernen, erhalten eine Schulausbildung und finden ein Zuhause, um so der Armut zu entkommen.


> Wer den guten Zweck unterstützen will, kann sich informieren unter www.misereor.de, Projekte, und unter dem Stichwort „Transalp Goedgedacht“ unter IBAN DE75 3706 0193 0000 101010; BIC: GENODED1PAX spenden.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen