Kostproben von Classical Beat

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„Kochen, Klönen und Musik mit Freunden aus Nyköbing“: Im Brauhaus gewährte ein Abend einen Blick auf das bevorstehende Festival

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02. März 2018, 12:16 Uhr

Ein Festival, das vielerlei Brücken bauen will, steht vor seiner zweiten Auflage: „Classical Beat“, das in erster Linie klassische Musik und moderne Clubkultur zusammen bringen will, wird dieses Jahr in vier Ländern stattfinden: Der erste Teil vom 22. bis 26. Mai in Ostholstein (darunter Eutin), Lübeck, Kiel und Hamburg, weiter geht es am 27. Mai im schwedischen Lund und am 23. Juni im niederländischen Groningen, der Abschluss wird am 24. August in Nyköbing erfolgen, Eutiner Partnerstadt in Dänemark.

Neben den Brücken zwischen Klassik und moderner Tanzmusik sowie zwischen Ländern enthält das von der Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein getragene Festivals auch Konzepte zur Verbindung zwischen Generationen, zwischen Profi-Musikern und Schülern sowie zwischen verschiedenen Aufführungsformen wie Konzerte und Tanz-Veranstaltungen.

Mehrere Brückenschläge enthielt auch ein Abend im „Brauhaus“ am Mittwoch, der unter dem Motto „Kochen, Klönen und Musik mit Freunden aus Nyköbing“ stand: Neben Gästen verschiedenen Ländern brachte er auch Küche und Musik zusammen.

Der Küchenchef des Brauhauses, Alexander Mende, und Hartmut Boll, der mit seinen Restaurants in Kirchnüchel und Schönwalde Gourmetgeschichte geschrieben hat, agierten mit Unterstützung von Freiwilligen in der Küche. Eigentlich sollte Karin Hvidtfeldt, Leiterin der Kochschule „The little Apple“ in Saksköbing, ebenfalls am Herd stehen, aber der Wintereinbruch in Dänemark verhinderte ihre Anreise. Gekocht wurde trotzdem nach einem Rezept des dänischen Starkochs Claus Meyer: Rinderbrust und Schweinebacke mit Grünkohlsalat und geschmortem Sellerie, als Nachspeise „Verschleiertes Bauernmädchen“.

Gäste aus Nyköbing hatten die Reise über den Belt geschafft, darunter der Leiter der Musikschule, Allan Gardersoe, und der Leiter des Theaters, Jens Couriol. Und vier Musiker aus den Niederlanden waren angereist: Sie nannten sich Classical Beat Quartett, hatten eigens für den Abend ein Stück kombiniert, das Elemente getragener Klänge und Rockjazz kombinierte. Der Kontakt zu den aus Russland stammenden Musikern war über Schlagzeuger Petr Agapov zustande gekommen, der vergangenes Jahr zu den Classical-Beat-Musikern gehörte. Er hat seine Bekannten Anton Jakimenko (Klarinette), Misha Voeykov (Bass) und Vlad Danilin (Tastenintrummente) mitgebracht.

Neben Essen und Musik gab es Information: Die Musikpädagogin Fabienne Haßlöwer (Lübeck) erläuterte das Projekt „Digital Soundscape“. Schüler haben im Rahmen des Musikunterrichtes ihrer Schulen – darunter beide Eutiner Gymnasien und Kreisberufsschule – begonnen, Geräusche in ihrem Lebensumfeld aufzunehmen. Diese mit dem Smartphone gesammelten Aufnahmen werden unter Leitung von Professor Bernd Ruf von der Musikhochschule Lübeck und einem Team in eine „Sound-Symphonie“ überführt. In einer großen Abschluss-Veranstaltung am 25. Mai soll sie in Lübeck uraufgeführt werden.

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