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Koordinatorin für Arbeit gelobt – Fahrradwerkstatt für alle öffnet

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 12:57 Uhr

In 21 Wohnungen sind derzeit rund 90 Menschen untergebracht – dieser Satz verdeutlichte in der Sitzung des Sozialausschusses am Dienstagabend die Platznot der Stadt bei der Unterbringung von Flüchtlingen.

Unabhängig davon, so berichtete die Flüchtlingskoordinatorin Sophia Schutte, sei Eutin im Vergleich mit anderen Kommunen sehr gut aufgestellt. Derzeit helfen zwischen 80 und 90 Ehrenamtliche aus Malente und Eutin in verschiedensten Projekten mit, um die Flüchtlinge unter anderem willkommenzuheißen, Sprachkurse anzubieten, bei Behördengängen zu unterstützen oder Treffpunkte und Möglichkeiten des Austausches mit Einheimischen zu ermöglichen.

Schutte freue sich, dass es eine weitere Stelle zusätzlich zu den bisher genehmigten 1,5 Stellen für dieses Fachgebiet geben wird, die ab Januar 2016 mit einem – „bestenfalls männlichen Sozialpädagogen“ – besetzt wird. „Die Betreuung kommt bisher zu kurz.“ Warum männlich? „Frauen haben in den Kulturkreisen, die wirbetreuen eine eher untergeordnete Rolle, da ist das Kommunizieren oder Regeln verständlich machen oft schwierig“, sagt Schutte. Auch die Stelle des derzeitigen Flüchtlingsbetreuers Christian Grantz soll nach dessen Ausscheiden in den Ruhestand neu besetzt werden, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz. Er lobte Schutte für ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit und bisher Erreichtes – wie das Willkommenspaket, das mittlerweile eine Eutinkarte mit leicht verständlichen Pitkogrammen und einen Anamnesebogen für den Arztbesuch in verschiedenen Sprachen enthält. Auch fraktionsübergreifend wurde Schutte gelobt. Das Katasteramt wird derzeit für den Umbau für die Unterbringung von Flüchtlingen vorbereitet. In den Garagen soll schon ab November eine Fahrradwerkstatt für alle Eutiner und Flüchtlinge öffnen.

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