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Konflikt unter Flüchtlingen: Streit zwischen 20 Personen im Redderkrug

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

shz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 00:37 Uhr

Zu einem großen Polizeiaufgebot kam es in der Nacht zu gestern: Kurz vor Mitternacht gerieten nach Angaben der Polizei in der Eutiner Asylunterkunft Am Redderkrug zwei Personengruppen verschiedener Nationalitäten in Streit. Durch den Einsatz mehrerer Streifenwagenbesatzungen konnten die Männer getrennt und die Lage beruhigt werden, teilte die Polizeipressestelle gestern mit.

Hintergrund der Auseinandersetzung waren nach bisherigen Erkenntnissen Differenzen hinsichtlich nicht angemessener Bekleidung. So soll eine Gruppe von Bewohnern in nicht angemessener Kleidung auf dem Balkon einer Wohnung gestanden haben, was Verärgerung bei anderen Bewohnern der Unterkunft auslöste. Im weiteren Verlauf soll es zu Handgreiflichkeiten und Bedrohungen mittels Messern gekommen sein, an der insgesamt 20 Personen beteiligt gewesen sein sollen, so die Polizei. Nach jetzigem Kenntnisstand wurden keine Personen verletzt. Die genauen Hintergründe des Streits und damit zusammenhängende Straftaten werden derzeit geprüft. Die Ermittlungen gestalten sich aufgrund der Sprachbarrieren ähnlich schwierig, wie im Fall der Messerstecherei auf dem Eutiner Marktplatz. Einen Zusammenhang, so Pressesprecher Ulli Fritz Gerlach, gebe es zwischen beiden Taten aus bisheriger Sicht nicht. Unter den Tatverdächtigen im Redderkrug-Streit befinden sich drei Männer im Alter von 30, 28 und 25 Jahren. Beamte des Polizeireviers Eutin haben die Ermittlungen aufgenommen. „Die Situation in den Unterkünften ist derzeit sehr angespannt“, bestätigten Ehrenamtler auf Nachfrage.

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