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Ostholsteiner Anzeiger

22. August 2017 | 19:30 Uhr

Kommt Verwaltung in Volksbank?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bosauer Kommunalpolitiker haben Bürgermeister Mario Schmidt mit der Aufnahme von Gesprächen mit der Volksbank Eutin betraut

Der verschuldete Bosauer Haushalt spricht schon seit einigen Jahren eine deutliche Sprache: Es muss dringend gespart werden. Doch wo anfangen? Aus den bisher acht künftig nur noch vier Ortswehren machen? Den Zuschuss an den Sportverein streichen? Gemeindewege entwidmen, damit sie nicht mehr saniert werden müssen? Guter Rat ist teuer.

Die SPD hat sich zu diesem ernsten Thema erste Gedanken gemacht und die Gebäude im Eigentum der Gemeinde zur Disposition gestellt. „Das Gebäude der Gemeindeverwaltung ist für drei Mitarbeiter und den Bürgermeister an zwei Tagen in der Woche zu groß geworden“, sagte die Bosauer SPD-Chefin Birgit Steingräber-Klinke dem OHA. Als neues Gebäude für die Verwaltung kommt für sie die Filiale der Volksbank in Frage, die das Bankhaus am 26. Februar schließt.

So hat der gemeindliche Hauptausschuss bereits einen entsprechenden Antrag an Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt beschlossen. Schmidt ist beauftragt worden, Kontakt mit der Volksbank aufzunehmen. Es geht dem Hauptausschuss darum, ob sich das Gebäude überhaupt für die Verwaltung eignet und ob es gekauft oder von der Gemeinde angemietet werden kann.

Derzeit arbeiten noch drei Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung. „Im Sitzungszimmer findet derzeit der Deutsch-Unterricht für die Flüchtlinge statt“, sagte Birgit Steingräber-Klinke. Aber dieser Unterricht könnte auch in der Heinrich-Harms-Schule, einem Feuerwehr- oder Dorfgemeinschaftshaus gegeben werden. Und für die in der Gemeindeverwaltung untergebrachte Kleiderkammer der Feuerwehr gebe es auch andere Möglichkeiten.

Die Bosauer Gemeindeverwaltung in Hutzfeld ist nach Darstellung von Birgit Steingräber-Klinke auch nicht mehr die Jüngste. Es sei eine energetische Sanierung angesagt. Anstelle der Verwaltung könnte das Haus als Wohnraum dienen. Aber neben dem Supermarkt sei es gut zu erreichen, was auch für einen Erhalt als Gemeindeverwaltung spreche.

Denkbar, so Birgit Steingräber-Klinke wäre auch, die Gemeindeverwaltung als Servicezentrum an die Heinrich-Harms-Schule anzubinden. Die Schule könne in den nächsten Jahren nicht verkauft werden, weil auf deren Dach eine Kommunale Solaranlage errichtet wurde. Und die alte Schule in Bosau? „Hier könnten zwei Wohnungen für Flüchtlinge entstehen“, sagte Birgit Steingräber-Klinke im OHA-Gespräch. Überhaupt gebe es für die Schaffung von Wohnraum Förderprogramme, die für Zuschüssen von 30 Prozent der Kosten sorgten.

 

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erstellt am 15.Feb.2016 | 16:33 Uhr

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