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Ostholsteiner Anzeiger

16. August 2017 | 23:50 Uhr

Plön : Kommandeur an der MUS war ein Wunsch

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Kapitän zur See Matthias Kähler ist gerne nach Plön gekommen und würde dort am liebsten fünf Jahre bleiben.

Mit dem 58-jährigen Matthias Kähler kehrt ein Schleswig-Holsteiner zu seinen Wurzeln zurück. Der neue Kommandeur der Marineunteroffizierschule lebt mit Frau und Tochter in Molfsee, dem Haus der Familie. Kähler ist seit 40 Jahren in der Marine und hatte das Glück, 28 Jahre davon im Norddeutschen Raum leben zu dürfen. In der MUS möchte er gern bis an sein Dienstzeitende in fünf Jahren Kommandeur bleiben – was ihn erheblich von seinen Vorgängern unterscheiden würde, die meistens zwischen zwei und drei Jahren blieben.

Auf dem Papier ist Kapitän zur See Matthias Kähler bereits drei Monate Kommandeur an der Marineunteroffizierschule in Plön. Doch der Nachfolger von Kapitän zur See Thomas Schütze musste die Übergabe seiner vorherigen Verwendung im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr regeln und ist deshalb erst seit sechs Wochen mit seiner neuen Aufgabe betraut. Doch jetzt ist er angekommen und besucht zunächst die meisten „seiner“ 350 Soldaten aus dem Stammpersonal an ihren Arbeitsplätzen.

„Die Verwendung an der MUS war ein geheimer Wunsch von mir und meiner Familie“, gesteht Matthias Kähler ein. Und es soll seine letzte Verwendung sein. Bisher habe er an der MUS viele Menschen mit einer sehr hohen Motivation getroffen. Die Ausbilder machten ihre Arbeit mit großer Freude. Kähler zufrieden: „Unsere Ausbilder kommen jeden Tag mit großer Freude zur Arbeit.“ Das hatte der neue Kommandeur eigentlich nicht erwartet, weil sich der Stoff für die Ausbilder gleich mehrmals im Jahr wiederholt. Das wird schnell langweilig. So sieht Matthias Kähler vorerst auch keinen Anlass für Veränderungen: „Ändere nie im ersten Jahr den Kurs um mehr als 30 Grad“, schmunzelte er in der Überzeugung, dass er ein wahrlich geordnetes Haus übernommen hat: „Ich bin auch nicht der ,Typ Siebenschlau’.“ Er werde jetzt erst einmal in die Ausbildung schauen und danach über eine Kursänderung nachdenken.

Vor Kapitän zur See Matthias Kähler liegt eine wichtige Aufgabe: die Umsetzung der Soldatenzeitverordnung. Danach arbeiten die Soldaten ab 1. Januar 2016 nur noch 41 Stunden ind er Woche. In einer Ausbildungseinheit mit Nachtübungen, wie bei der MUS, ist diese Beschränkung gar nicht so einfach umzusetzen. „Wir haben hier einen Probelauf ausprobiert“, berichtete Kähler von Erfolgen. Des funktioniert. Künftig werden die Rekruten morgens selbstständig aufstehen und zum Frühstück gehen. Erst danach beginnt die Grundausbildung. Kähler ist bereit, den Leitgedanken der Bundeswehr zu Attraktivität und Gesundheit umzusetzen. Die MUS sei bereits mit ihrer Computergestützten Ausbildung sehr weit. Und auch bei der Fernausbildung der Reservisten mache die MUS einen guten Job.  

 

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erstellt am 07.Okt.2015 | 22:00 Uhr

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