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Ostholsteiner Anzeiger

21. Oktober 2017 | 13:01 Uhr

Baulücke : „Koloss passt da nicht hin“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Planung für ein weiteres Ärztehaus in der Innenstadt findet keine Mehrheit im Ausschuss für Stadtentwicklung.

von
erstellt am 10.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Eutin | Das Schließen einer Baulücke an der Albert-Mahlstedt-Straße ist zwar wünschenswert, aber nicht in der von einem Investor geplanten Form. „Ein solcher Koloss passt da nicht hin“, brachte Jens-Uwe Dankert (FDP) die Mehrheitsmeinung im Ausschuss für Stadtentwicklung auf den Punkt.

Konkret ging es um das von Alexander Scholz betriebene Vorhaben, nahe seiner Apotheke an der Peterstraße und dem angegliederten Ärztehaus ein weiteres Ärztehaus zu errichten. Es soll auf dem Grundstück Nr. 27 an der Albert-Mahlstedt-Straße entstehen, wo 2012 ein für Wohnen und Arztpraxis genutzter Altbau aufgrund fehlender Standsicherheit abgebrochen worden ist. Die bisherige Planung für den Neubau, die auf eine massive Nutzung des Grundstückes zielt, ist allerdings nach Feststellung des Bauamtes nicht mit dem dort geltenden Baurecht vereinbar – deshalb hat Scholz die Aufstellung einer 2. Änderung für den B-Plan Nr. 14 beantragt.

Im Ausschuss begründete der Apotheker dies damit, dass er Ärzte an die Innenstadt binden wolle. Die entsprechende Nachfrage gebe es, versicherte er. Dafür seien aber große und flexibel zu gestaltende Praxen notwendig: „Zukünftig werden Ärzte noch stärker kooperieren, gemeinsame Infrastruktur nutzen oder Gemeinschaftspraxen gründen.“ Der Neubau solle zudem mit den Ärztehaus im rückwärtigen Bereich der Peterstraße verbunden werden.

Bauamtsleiter Bernd Rubelt hob demgegenüber hervor, dass der B-Plan in dem Bereich klar dem Wohnen Vorrang einräume. Zudem liege das derzeit als Parkplatz bereits stark frequentierte Grundstück im städtebaulichen Sanierungsgebiet, wo aufgrund der Denkmaldichte für Neubauten besondere Maßstäbe anzulegen seien.

Mit Blick auf die künftige Sanierungsplanung warnte Christiane Balzer (Grüne) davor, „den dritten Schritt vor dem ersten zu machen“. Gabriele Appel (SPD) forderte den Investor auf, „eine Nummer kleiner“ zu planen. Heinz Lange (FWE) regte zwar lebhaft eine neue Verkehrsführung am Segenhörn zur Entlastung der Parkplatzsituation an, wofür schon vor Jahrzehnten alles vorbereitet worden sei, stimmte dann aber mit SPD, Grünen und FDP gegen den Antrag zur Aufstellung einer Änderung des B-Plans.

Die wurde nur von der CDU befürwortet. Ihr Vertreter Heiko Godow betonte, dass mit dem Start des Verfahrens alle Aspekte gründlich erörtert werden könnten, aber noch nichts festgelegt werde.

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