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Kohle statt Kernkraft? Vortrag zum Thema Energie

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 24.Okt.2017 | 11:07 Uhr

Geht der Ausstieg aus der Kernenergie zu Lasten des Klimaschutzes, weil die entstandene Lücke mit dem verstärkten Einsatz von Kohle geschlossen wird? Der „gegenwärtigen und künftigen Rolle der verschiedenen Energieträger“ ist ein Vortrag gewidmet, den die Freunde des Kurparks in Zusammenarbeit mit der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft heute, 26. Oktober, ab 19 Uhr im „Haus des Kurgastes“ anbieten.

Referent ist Prof. Dr. Helbig vom Institut für experimentelle und angewandte Physik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er will versuchen, die derzeitige und zukünftige Rolle
der denkbaren Energieträger möglichst losgelöst von politischen und wirtschaftlichen Überlegungen unter dem Aspekt der Energiebilanz zu diskutieren. Dabei wird der „Energieerntefaktor“ eine Rolle spielen, der das Verhältnis der während der Betriebsdauer zur Verfügung gestellten Energie zu der zum Bau, Betrieb und Abbau der Anlage erforderlichen Energie angibt. „Es wird sich zeigen, dass es leichter ist, ein Modell für eine langfristige, globale Lösung anzugeben, als den optimalen Weg zu diesem Ziel aufzuzeigen“, heißt es in einer Mitteilung der Kurparkfreunde.

Die energie- und klimapolitische Landschaft sei in den vergangenen Jahrzehnten von zahlreichen Veränderungen geprägt worden. Auch bei der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl vor gut vier Wochen spiele das Thema Energie eine Rolle. Die öffentliche Diskussion über die Rolle der verschiedenen Energieträger werde wesentlich durch eine Polarisation in Kernkraftgegner und Kernkraftbefürworter geprägt. Verschiedene Studien zeigten jedoch, dass ein sofortiger oder zumindest kurzfristiger Ausstieg nur bei vermehrtem Einsatz von fossilen Brennstoffen möglich sei. Gebe es also nur die Wahl zwischen zwei ungeliebten Lösungen? Die Antwort auf die Frage, welcher Weg das kleinere Übel darstelle, sei noch umstritten.

Der Eintritt zu dem Vortrag kostet 5 Euro (ermäßigt 3 Euro).

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