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Schützenfest in Bujendorf : Königsschuss fiel erst in der Dämmerung

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Dirk Cordes ist neuer Schützenkönig. Spaßkönig wurde Dierk Sach. Der hölzerne Vogel wurde erst mit dem 368. Schuss von der Stange geholt

Lange mussten die Zuschauer vor der Schützenhalle des Geselligen Vereines am Sonntag auf die Entscheidung warten, wer der neue Schützenkönig ist: Nach zwei Stunden und 47 Minuten fiel um kurz vor 21 Uhr das letzte Teil des hölzernen Vogels und machte Dirk „Fisherman“ Cordes zur neuen Majestät. Es war der 368. Schuss.

Es gibt zurzeit keine Königin: Der Wehrführer der Bujendorfer Ortswehr ist ledig. „Das wird sich schnell finden“, war sich der 44-Jährige mit Blick auf den bevorstehenden feierlichen Ausklang des Festes sicher.

Die Feuerwehrkameraden mussten nicht mehr zur Ausleuchtung des Festplatzes ausrücken, obwohl die Dämmerung schon eingesetzt und Schützenmeister Lothar Gronau zumindest den Vogel ins rechte Licht gerückt hatte. Dann kam in der 74. Runde der fünf Anwärter der erlösende Schuss. Bis dahin hatten die Ladekanoniere über ein Kilogramm Schießpulver und Kugeln im Gesamtgewicht von fast zwölf Kilo in die Vorderlader vom Kaliber 58 gestopft.

Schon um kurz nach 19 Uhr ging erstmals ein Raunen durch die Menge, als Rüdiger Thun einen großen Teil des Rumpfes abschoss. Genau wie er werden die weiteren Anwärter Regina Spieckermann, Albrecht Dudy und Peter Kramer ein weiteres Jahr auf Königswürden warten müssen. Kramer ist seit 1999 dabei und ging auch im 15. Jahr seiner Anwartschaft leer aus.

Der Löffel als Trophäe für den „Schwanzkönig“ ging an den späteren König. Da hatte niemand damit gerechnet, dass es bis zum Fall der letzten Platte noch so lange dauern würde. Und auch kurz vorm Königsschuss machten es die Bewerber noch einmal spannend: Nachdem auch von der letzten Platte eine Hälfte zu Boden gefallen war, dauerte es noch mehr als drei Runden, bis Gronau den Königsschuss bestätigte.

Cordes hatte sich bis dahin mit dem Jubel zurückgehalten. Tags zuvor beim Schießen um den Spaßkönig war schon einmal eine falsche Königproklamation über die Lautsprecher gegangen, als vermeintlich der Vogel gefallen war. Am Ende war es Dierk Sach, der den offiziellen Königsschuss setzte.

Nach dem Richten des Vogels, dem Schießen um den Spaßkönig und dem Schützenball am Sonnabend stand der Sonntag vor allen Dingen im Zeichen des Festumzuges in dem zahlreiche Schützenvereine nach einem Königsfrühstück dem scheidenden König Stefan Möller noch einmal die Ehre erwiesen. Auf einem blumengeschmückten Wagen mit dabei waren die Kinderkönigspaare vom Vortag. Unter 94 Kindern errangen Lara Möller und Michael Reinhartz, Mia Pfaff und Mika Stolle, Henrike Dudy und Bosse Boßmann sowie Stine Boßmann und Elias Reyscher die Königswürde. Dank Spenden von über 1800 Euro bekam jedes Kind einen Sachpreis.




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erstellt am 27.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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