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Ostholsteiner Anzeiger

18. Dezember 2017 | 08:18 Uhr

Königin mit dem 165. Schuss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Elvira Liedtke und Lothar Bartels Königspaar der Schwentine Schützen / Festumzug erreichte rechtzeitig vor Gewitter das Festzelt

Elvira Liedtke und Lothar Bartels sind das neue Königspaar der Kasseedorfer Schwentine Schützen. Die Königin musste am Sonnabend am längsten auf ihre „Krönung“ warten. Der Flügel des Vogels fiel erst mit dem 165. Schuss.

Ihre letzte Regentschaft lag bereits 23 Jahre zurück: Bartels trug die Königskette zuletzt zur Jahrhundertwende. Sein Flügel fiel mit dem 88. Schuss. Fast vier Stunden brauchten die Schützen bis der ganze Hofstaat mit 1. Dame Katrin Walter und 1. Ritter Timo Schmidt komplett war. Vorjahreskönig Schmidt sicherte sich seinen Titel am schnellsten. Schon mit dem 23. Schuss löste sich das Bein des Vogels.

Insgesamt 304 Schüsse aus dem Luftgewehr wurden auf das hölzerne Federvieh aus den Händen von Vogelbauer Volker Berg abgegeben. Jungkönig und Prinz wurden zum Bedauern der 1. Vorsitzenden Brunhilde Bendfeldt erstmals nach vielen Jahren nicht ermittelt. Im Verein fehlt die Jugend. Dennoch bemühen sich die Schützen um die Kleinsten. Mit Fortunas Hilfe kann jedes Kind zum König werden. Am Sonnabend hatten Zoe Samira Evers und Philipp Sanmann an Glücksrad, Glücksbrunnen und beim Würfeln das Glück auf ihrer Seite. Sie durften als erste der 24 Kinder aus den vielen hochwertigen Geschenken auswählen. Dazu steuert der Verein neben Spenden auch einiges aus der eigenen Kasse bei. Dankbar war Bendfeldt für die Spendenbereitschaft der Gewerbetreibenden aus Eutin, Neustadt und Lensahn, ohne die die Tombola nicht so reichhaltig ausgestattet werden konnte.

Das Schützenfest war in diesem Jahr beherrscht vom Wechsel zwischen Sonne und Regen. Das unbeständige Wetter habe wohl einige Gäste abgehalten, vermutete Bendfeldt am Sonnabend. Nach dem Richten des Vogels im strömenden Regen fiel beim anschließenden Federschießen nur knapp die Hälfte der hölzernen Plättchen. Der Stimmung im Festzelt habe es jedoch keinen Abbruch getan.

Der Nachmittag blieb trocken. Nach einem Gewitter mit Wolkenbruch am Sonntag noch vor dem Frühschoppen blieb es zum Festumzug mit den Fahnenabordnungen aus sechs Schützenvereinen und den örtlichen Vereinen trocken. Nachdem es bereits in der Ferne gedonnert hatte entlud sich ein weiteres Gewitter mit wolkenbruchartigen Schauern samt Hagelkörnern in Murmelgröße nur wenige Sekunden nachdem der letzte Schütze das Zelt betreten hatte. Beim anschließenden Schießen um den „Volkskönig“ setzte sich Rolf Westermann aus Hamburg mit dem 43. Schuss durch. Das Schießen der Fahnenabordnungen mit dem Kleinkalibergewehr entschied Schützenverein Bad Schwartau mit 73,6 Ringen für sich.




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